"Wir können auf ein erfolgreiches und vor allem investitionsreiches Jahr zurückblicken", bilanzierte Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) auf der letzten Rats-Sitzung für dieses Jahr. So wurden mit der Schaffung von Regenwasserkanälen und der Sanierung des Pumpenhauses in Lohndorf alleine in die Wasser- und Abwasserentsorgung über 1,5 Millionen Euro investiert.

Viel Geld floss ferner in städtebauliche Maßnahmen. Während der Ausbau der Kirchgasse und Bachstraße noch auf vollen Touren läuft, ist der letzte Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Litzendorf mit der Erneuerung der Gehwege entlang der Hauptstraße und dem Bau einer Querungshilfe inzwischen abgeschlossen. Auf den Weg gebracht werden konnte mittels eines Architektenwettbewerbs auch die Entwicklung der Aufseesianischen Wiesen.


Windräder sind am Netz

"Ein wichtiges Thema war dieses Jahr zudem die Schaffung von neuem Wohnraum. Mit der Entwicklung des Bebauungsgebietes Tanzwiesen sind wir hier aber auf einem guten Weg", schilderte Möhrlein.

In Betrieb genommen wurden zudem die drei Bürgerwindräder und die Kinderbetreuung sowie das Internet werden weiter ausgebaut. So ist in Naisa in der alten Schule die Erweiterung der Kindertagesstätte geplant und im Laufe des nächsten Jahres sollen alle Ortsteile mit Breitband ausgebaut sein.

Aktuell, so ergänzte Geschäftsleiter Günter Rahm, leben in der Gemeinde 6405 Einwohner. Dabei ist Pödeldorf mit 1727 Einwohnern der größte Ortsteil, Tiefenellern mit 213 der kleinste. "Die Wegzüge sind mit 256 dieses Jahr deutlich niedriger als die Zuzüge, die bei 301 Personen liegen. Ferner sind erstmals seit vielen Jahren die Geburtenrate mit 53 Kindern höher als die die Sterbefälle, die bei 47 liegen", schilderte Rahm. Zudem wurden in der Gemeinde 36 neue Gewerbeanmeldungen, 27 Kirchenaustritte, 27 Eheschließungen sowie 59 Bauanträge (davon 15 Wohnhausneubauten) verzeichnet.


Jugendherberge: kaum Chancen

Und wie wird es in der Gemeinde 2017 weitergehen? "Wir werden den Flächennutzungsplan fortschreiben, die Kirche und den Friedhof barrierefrei erschließen und den Bebauungsplan für eine neue Sporthalle auf den Weg bringen", berichtete Bürgermeister Möhrlein. Auch werde man versuchen, das Brauereianwesen Winkler in Melkendorf einer neuen Nutzung zuzuführen.

Wobei die Nutzung des Anwesens als Jugendherberge, wie von der CWV-Fraktion vorgeschlagen wurde, kaum Aussicht auf Erfolg haben wird. Denn wie Tourismusmanagerin Bianca Müller erläuterte, gäbe es von Seiten der Betreiber kein Interesse auf den "flachen Land" weitere Jugendherbergen zu errichten. Zumal im jetzigen Zustand das ehemalige Brauereiwesen mit seinen 22 Betten viel zu klein sei. Denn im Durchschnitt liegt die Bettenanzahl bei rund 150 Betten; wobei Herbergen in Großstädten Kapazitäten von über 300 bis 400 Betten vorhalten. Daher sei es ratsamer einen privaten Betreiber zu finden.