Das Bamberger Tor am östlichen Ortseingang von Ebrach hat's in sich. Personenwagen üblicher Größe kommen noch relativ problemlos durch dieses etwa drei Meter breite und über vier Meter hohe Nadelöhr - der Richtung Westen kommende Verkehr muss warten. Knifflige Manöver hingegen werden Brummi- und Bus-Fahrern aus dem Osten und dem Norden abverlangt, wollen sie ihre Gefährte unbeschadet durch das Denkmal bugsieren. Das ist oft Millimeterarbeit, bei bis zu vier Metern Höhe, 3,55 Meter Breite und über 18 Metern Gespann-Länge. Jedes Jahr kracht und bröckelt es an dem Sandsteingebilde mindestes ein bis zwei Mal. Zu oft für den Denkmalschutz.

Ortskundige Lkw-Fahrer wissen, wie sie diese "Schikane" zu nehmen haben, erklärte Bürgermeister Max-Dieter Schneider (SPD) in der Gemeinderatssitzung dazu: Sie ignorieren die Straßenmarkierung und holen weit aus. Wer's nicht macht, hat so seine Probleme.