"Blick auf die Kunst" - so könnte man den Namen der internationalen Künstlergruppe "Arte Vista" frei übersetzen. Einen Blick auf die Arbeiten der freien Ausstellungsgemeinschaft können Besucher jetzt zum vierten Mal auf der Giechburg in Scheßlitz werfen, wo seit dem Wochenende und bis zum 25. Mai die Kunstausstellung "Starke Stücke IV" zu sehen ist.

18 Kunstschaffende aus Deutschland, Österreich und Tschechien präsentieren unter der Organisation des Hallstadter Bildhauers Albrecht Volk ihre Werke dem Publikum.

",Arte Vista' ist mittlerweile bei den Kunstschaffenden ein Begriff", ist sich Bischbergs Bürgermeister Johann Pfister sicher, der, "nach Bittgang und Kirchbesuch" zusammen mit zahlreichen Ehrengästen und in Vertretung von Landrat Günther Denzler zur Ausstellungseröffnung am Karfreitag gekommen war.


Zusammengefunden hatte sich die Künstlergemeinschaft während der vergangenen sechs Jahre aus Teilnehmern und Lehrern diverser Symposien in Thurnau, im französischen Canae und in Positano an der Amalfiküste, berichtet der Kunsthistoriker Matthias Liebel.

In wechselnder Formationen veranstaltete die Gruppe seither zahlreiche Ausstellungen auf internationaler Ebene: in Tschechien, Frankreich, Italien - und in Oberfranken. Auf der Giechburg sei nun ein Panorama zu sehen, das einen ausgesprochen breiten, vielfältigen und reichhaltigen Überblick über die Kunst der Gegenwart bietet.

Breites Spektrum

Der Initiator der Ausstellung, Albrecht Volk, ist selbst mit einigen Skulpturen aus Sandstein und Marmor auf der Giechburg vertreten, wo er bereits seit 15 Jahren Ausstellungen organisiert.

Neben internationalen Künstlern wie der Tschechin Varvara Divisova, die sogar zur Ausstellungseröffnung nach Scheßlitz gereist war, um ihre collageartigen Kompositionen aus Farbfeldern vorzustellen, zeige auch eine Vielzahl von Regionalisten ihre Arbeiten, erklärt Liebel. So Sigi Hirsch aus Bamberg mit Blumenbildern, die Liebel der "informellen Ausdrucksmalerei im Stil der Art Brut" zuordnet. Der Untersteinbacher Bildhauer Manfred Reinhart präsentiert Marmorskulpturen.

Schau in der Schau

Neben der Vielfalt an gestalterischen und inhaltlich unterschiedlichen Werken und der internationalen Beteiligung, weist die Ausstellung noch eine weitere Besonderheit auf: Sozusagen eine Schau in der Schau.

In Kooperation mit dem Verein "Flussparadies Franken" werden bis zum 18. Mai die zwölf von einer Jury ausgesuchten Entwürfe für das internationale Bildhauersymposium "Flussgesichter am Obermain" präsentiert. Es handelt sich um die Vorarbeit für zwölf Sandsteinskulpturen, die im Sommer in Hallstadt vor Publikum gefertigt und schließlich an ihren Bestimmungsorte, nämlich zwölf ausgewählte Flüsse und Gewässer im Landkreis Bamberg, gebracht werden sollen.

Bis es so weit ist, ist die Ausstellung der Entwürfe sowie der Arbeiten von "Arte Vista" samstags, sonn- und feiertags von elf bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.

Und Liebel ist sich gewiss: "Diese ,Starken Stücke' beinhalten für jeden einige Arbeiten, die ihn ganz besonders interessieren, faszinieren und begeistern."