Bayernweit stieg die Miete im Jahr 2025 nirgends so stark an wie in einem fränkischen Landkreis. Welche Regionen in Franken sind dagegen besonders preiswert?
Die Mieten und Immobilienpreise steigen weiter an. Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion gehen aktuelle Zahlen zum bayerischen Wohnungsmarkt hervor. Dafür lagen ihr laut eigenen Angaben ausschließlich Angebotsmieten in Form von im Internet inserierten Wohnungsangeboten vor.
Dabei zeigt sich, welche Kreise und Städte in Bayern besonders kostspielig sind. Der Landkreis Bamberg scheint außerordentlich begehrt zu sein. Er verzeichnet mit 25,2 Prozent den höchsten Mietanstieg in ganz Bayern. Auf Platz zwei folgt der Landkreis Unterallgäu mit 10,4 Prozent – ein deutlicher Abstand.
Landkreis Bamberg: Mieten mit bayernweit stärkstem Anstieg – die teuersten 10
Die Angebotsmieten im Landkreis Bamberg stiegen demnach von 9,93 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2024 auf 12,43 Euro im Jahr 2025. Das ist ein Plus von 25,2 Prozent innerhalb eines Jahres, wie aus der Bundestagsdrucksache des Deutschen Bundestags vom 1. Juni 2026 hervorgeht. Nach dem Landkreis Unterallgäu folgt die Stadt Fürth mit 9,7 Prozent. Dies sind die zehn kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern mit den höchsten Steigerungsraten der Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen von 2024 bis 2025:
Landkreis Bamberg (25,2 Prozent)
Landkreis Unterallgäu (10,4 Prozent)
Stadt Fürth (9,7 Prozent)
Landkreis Neustadt an der Waldnaab (9,6 Prozent)
Landkreis Altötting (9,3 Prozent)
Landkreis Freyung-Grafenau (9,1 Prozent)
Landkreis Nürnberger Land (8,3 Prozent)
Landkreis Weilheim-Schongau (8,3 Prozent)
Landkreis Fürth (8,3 Prozent)
Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz (8,2 Prozent)
Auch im Zehnjahresvergleich liegt der Landkreis Bamberg vorn. Mit einer jährlichen Steigerung von 6,9 Prozent seit 2015 haben sich die Mieten dort von 6,38 Euro auf 12,43 Euro pro Quadratmeter fast verdoppelt. Die Stadt Bamberg liegt bei 12,09 Euro pro Quadratmeter.
Die 5 günstigsten fränkischen Landkreise und kreisfreien Städte
Das sind die Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je Quadratmeter im Jahr 2025 der Landkreise:
Landkreis Hof: 7,14
Landkreis Wunsiedel: 7,34
Landkreis Kronach: 8,36
Landkreis Kulmbach 8,49
Landkreis Haßberge: 8,52
Unten folgen die Erst- und Wiedervermietungsmieten nettokalt in Euro je Quadratmeter im Jahr 2025 in den kreisfreien Städten. Auch hier ist Hof das günstige Schlusslicht. Verschiedene Rankings haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die Stadt Aufholbedarf hat. Beispielsweise landete sie bei einer Auswertung des Instituts der Deutschen Wirtschaft zu Standortfaktoren wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt oder Lebensqualität auf dem letzten Platz.
Stadt Hof: 7,48
Stadt Schweinfurt: 8,93
Stadt Coburg: 9,04
Stadt Ansbach: 9,86
Schwabach: 10,91
Hinweise zur Methodik
Die ausgewerteten Angebotsmieten stammen aus Internetinseraten für Wohnungen, die sowohl auf Immobilienplattformen als auch in Zeitungen zu finden sind. Dabei wurden sowohl Wohnungen in bestehenden Gebäuden als auch Neubauten berücksichtigt, wie aus dem Bericht des Deutschen Bundestags hervorgeht. Inserate aus lokalen Zeitungen, Mieter- oder Unternehmenspublikationen sowie Aushänge waren den Angaben nach nicht Teil der Untersuchung.
Auch Wohnungsvermittlungen, die über Kunden- und Wartelisten von Wohnungsunternehmen oder Maklern erfolgen, fließen hier nicht mit ein. "Daher sind insbesondere Wohnungen im günstigen Mietsegment in dieser Datenquelle unterrepräsentiert", erklären die Verfasser.
Für die Auswertung wurden ausschließlich unmöblierte Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 30 und 130 Quadratmetern und mittlerer Ausstattung betrachtet. Die Mietpreise beziehen sich auf die Nettokaltmiete, das heißt, Nebenkosten wie Heiz- oder Betriebskosten sind nicht enthalten. Die Daten stammen aus den Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH. Sie umfassen Inserate aus über 120 Immobilienportalen und Zeitungen. Das BBSR bereitet diese Daten auf und berechnet daraus die durchschnittlichen Angebotsmieten.
Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.