"Wenn das Wörtchen wenn nicht wär' ..." Oft wird diese Redewendung negativ verstanden. Schwester M. Martina Schmidt deutete sie in Hallstadt aber anders: Wenn nicht alle so gut zusammengearbeitet hätten, gäbe es den neuen "Kindergarten-Garten" im Kindergarten St. Franziskus nicht. Und der ist nicht nur optisch absolut gelungen.

Die Provinzoberin der Dillinger Franziskanerinnen war voll des Lobes für das Engagement vieler. Sie hob die Ideen und den Arbeitseinsatz des Erzieherteams rund um Stefanie Hofmann hervor: "Ihr habt immer von einem neuen Spielbereich geträumt." Und nachdem die alten Spielgeräte aus Sicherheitsgründen abgebaut werden mussten, gab es vielfältige Anregungen, wie ein neuer Außenbereich aussehen könnte.

Dank finanzieller Unterstützung durch das Erzbistum und die Stadt Hallstadt konnten die Franziskanerinnen als Träger des Kindergartens aktiv werden.
Nicht selbstverständlich, das betonte die Provinzoberin auch, sei der Einsatz der Eltern gewesen, die ihre freie Zeit mit eingebracht hätten. "Manchmal ist der Weg vom Traum zur Wirklichkeit weit." Gelohnt hat er sich aber allemal.

Zwischen den Kindern, Eltern und Großeltern sowie Vertretern der Lokalpolitik, die zur Eröffnung des neuen Außenbereichs gekommen waren, betrachtete auch Tanja Potrykus von der Firma Spielträume ihr Werk noch einmal abschließend. Naturnahes Spielen mit vielfältigen Erlebnissen, das hat sie sich zusammen mit Thomas Gröhling auf die Fahne geschrieben.


Nur schaukeln reicht heute nicht

Denn die Ansprüche an Spielgeräte haben sich verändert - es genügt heute nicht mehr, eine einfache Schaukel und ein Metall-Klettergerüst aufzustellen. Die Kinder sollen sowohl ausreichende Freiflächen nutzen, sich aber auch zurückziehen können. Das Erlebnis steht beim Spielen ganz weit oben.

Sichtlich begeistert war auch Bürgermeister Thomas Söder, der den Außenbereich als "tolles Werk, das aus vielen Händen entstand", bezeichnete. Er betonte auch, dass der Stadtrat eine finanzielle Unterstützung einstimmig beschlossen hatte.

Die kirchliche Segnung nahm Pfarrer Christoph Uttenreuther vor. Gott begleite ein solches Projekt nicht nur einmal bei einer solchen Segnung, sondern von Anfang an. "Er hilft auch mit, indem er uns die richtigen Gedanken gibt." Den Segen musste Uttenreuther zwar ohne Weihwasser vornehmen - das hatte er nicht mit dabei - "aber vielleicht erledigt der liebe Gott das ja heute noch von oben."

Für die engagierten Eltern gab es abschließend eine kleine Medaille, überreicht durch Leiterin Stefanie Hofmann. Und dann durften, nachdem sie zuvor einige Lieder gesungen und kleine Auftritte absolviert hatten, die Kinder endlich die neuen Spielgeräte erobern. Und das ließen sie sich natürlich nicht zweimal sagen.