Dass die Jugendarbeit in Frensdorf einen hohen Stellenwert hat, passt gut zum Image der "jungen Gemeinde" im Landkreis. Seit Jahren wird in Frensdorf durch das Jugendarbeitsmodell JAM im Verein iSo (innovative Sozialarbeit) professionelle Jugendarbeit geleistet. Vor gut einem halben Jahr fand ein personeller Wechsel in der Jugendpflege statt: Christine Akers, die die kommunale Jugendarbeit in Frensdorf von ihrem Vorgänger Andre Leipold übernommen hat, gab jetzt in der Gemeinderatssitzung ihren ersten Bericht ab.

Unterschiedliche Ansprüche

Kontaktaufnahme und Bedarfserfassung waren die ersten Schritte der neuen Jugendpflegerin. Inzwischen konnte sie feststellen, dass es in den Ortsteilen ganz unterschiedliche Ansprüche an die Jugendarbeit gibt. Es habe sich abgezeichnet, dass das vorhandene Angebot in Schlüsselau, Herrnsdorf und Reundorf den Bedürfnissen und Wünschen der Jugendlichen entspreche und regelmäßige Öffnungszeiten sinnvoll sind. Hingegen werde in Frensdorf der Fokus auf einzelne, qualitativ hochwertige Angebote gelegt. In Vorra gelte es, die Motivation der vorhandenen Mädchengruppe zu bestärken und ihr Interesse durch Mitbestimmung und Beziehungsarbeit zu fördern. Für die Jugendlichen erscheine vor allem das mobile Angebot angemessen.

Akers berichtete über verschiedene Aktionen, unter anderem Ausflüge zur Go-Kart-Arena nach Marktzeuln, über eine Lesenacht in Vorra und "Creative Walls", die Gestaltung ihres eigenen Raums durch die Jugendlichen in Herrnsdorf. Beim Gemeinschaftsprojekt "JUZ-Dinner" zusammen mit anderen JAM-Gemeinden, hätten vor allem die Gruppen aus Schlüsselau und Herrnsdorf ein hohes Maß an Engagement und Eigenorganisation an den Tag gelegt. Sie hätten damit ihr Talent fürs Kochen und die Deko wie auch Verantwortungsbewusstsein und Gastfreundlichkeit unter Beweis gestellt. Wie bei der bekannten TV-Show ging es darum, sich gegenseitig zu bekochen und zu bewerten. Besonders erfreulich sei, dass bereits ein Jugendlicher die Jugendleiterschulung absolviert hat und zehn weitere in den kommenden Monaten ausgebildet werden.

In der Sitzung verabschiedete Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL) Karin Heimbach. Sie war sechs Jahre lang ehrenamtliche Jugendbeauftragte der Gemeinde und hatte ihr Amt zum Ende der Wahlperiode niedergelegt. Heimbach habe sich vorbildlich in die Jugendarbeit eingebracht, lobte Kötzner. "Das Ferienprogramm lag ihr ganz besonders am Herzen."

Neue Jugendbeauftragte

Das Gremium schätzte sich glücklich, durch Vermittlung von Claudia Beck (CSU/FBG), eine neue Jugendbeauftragte gefunden zu haben. Stefanie Zender, eine waschechte Frensdorferin, will sich künftig dieser Aufgabe widmen. "Ich bin mit dem Thema schon vertraut", sagt Zender in der Sitzung. Die Mutter von zwei Kindern engagiert sich im Arbeitskreis "Halt" gegen Alkoholmissbrauch, seit es diesen gibt, sowie in anderen Gruppen.