Wer mit dem Auto zwischen Bamberg und dem Aurachtal unterwegs ist, muss sich in den nächsten zehn bis 14 Tagen auf größere Behinderungen einstellen. Das Staatliche Bauamt Bamberg hat am Dienstag mit der Fahrbahnsanierung der Anschlussstelle Stegaurach an die Bundesstraße B 22 begonnen. Zunächst wird nur am Auffahrtsast gearbeitet, wobei eine mobile Ampel den Verkehr zwischen der viel befahrenen Auffahrt aus Richtung Stegaurach und der weitaus geringer frequentierten Abfahrt von der B 22 aus Richtung Burgebrach regelt. Vom 11. November, dem Mittwoch kommender Woche, wird aber für voraussichtlich acht Tage, bis 14., möglicherweise 18. November, eine Vollsperrung nötig - so der Zeitplan des Bauamts.

Die Bundesstraße selbst soll aber die ganze Zeit über zwischen der Gabelung vor Stegaurach und der Ortsdurchfahrt Debring frei befahrbar bleiben. Allerdings wird es auch hier wohl zu einer erhöhten Verkehrsbelastung der ohnehin stark befahrenen Strecke kommen, da der gesamte Verkehr zwischen dem Aurachtal und Bamberg über die Debringer Straße und die bereits jetzt regelmäßig überlastete Kreuzung in Debring auf die B 22 umgeleitet wird. Die Umleitungsstrecke wird auch in der Gegenrichtung genutzt.

Für die Kreuzung in Debring, wo die Kreisstraße BA 21 zwischen Unteraurach und Stegaurach die Bundesstraße kreuzt, ist darum ebenfalls der Einsatz einer mobilen Ampel geplant. Das wiederum kann zu Rückstaus auf der B 22 führen, die bisher hier uneingeschränkt Vorfahrt hat.

Ausweichroute: Tütschengereuth

Die B 22 vom Münchner Ring bis Stegaurach ist mit rund 20 000 Fahrzeugen am Tag die meistbefahrene Bundesstraße im Landkreis Bamberg. An der Anschlussstelle Stegaurach teilt sich die Verkehrsmenge in etwa zur Hälfte auf. Die St 2276 mit der Ortsdurchfahrt Stegaurach gehört damit zu den am stärksten befahrenen Staatsstraßen im Landkreis. Das heißt, die etwa 9000 Fahrzeuge täglich müssen - wenn die Fahrer aus dem oberen Aurachtal nicht großräumig über Tütschengereuth und Trosdorf ausweichen - in Stegaurach über die Debringer Straße geführt werden.

Dort sind, nach letzten Verkehrszählungen, jetzt ebenfalls schon etwa 4000 bis 5000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs. Ein absolutes Halteverbot entlang dieses etwa 600 Meter langen Streckenabschnitts der BA 21 soll helfen, ein Verkehrschaos zu verhindern. Zudem werden Anwohner südlich der B 22 in Debring und Unteraurach, die Richtung Bamberg fahren wollen, von der Gemeinde gebeten in dieser Zeit über Waizendorf zu fahren.

An den Ästen der Anschlussstelle Stegaurach soll derweil der bestehende Asphaltaufbau abgefräst und neu aufgebaut werden. An der Auffahrt Richtung Bamberg haben bereits am Montag die Vorarbeiten begonnen. Am Dienstag wurde die Ampel in Betrieb genommen, die den Begegnungsverkehr mit den aus Debring kommenden, hier von der B 22 abfahrenden, Fahrzeugen einspurig regelt.

Kreisverkehr kommt 2021

Die jetzige Baustelle in Regie des Staatlichen Bauamts ist unabhängig von einer weiteren an der Staatsstraße nach Stegaurach, die sich jetzt schon für das kommende Jahr abzeichnet: Die Gemeinde Stegaurach will dann den lange geplanten Kreisverkehr am Ortseingang realisieren. Im Mai könnte damit begonnen werden. Nach dem jetzigen Stand der Planungen soll das dann aber die gesamte Bauzeit über ohne Vollsperrung ablaufen, betont Bürgermeister Thilo Wagner (FW).