Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz, wenn es der Erneuerung bedarf und man erst einmal eruieren muss, wem es denn eigentlich überhaupt gehört. Den Marktgemeinderäten und Bürgermeister Johann Kalb jedenfalls ist es nicht egal, was mit dem Kreuz passiert. Und wenn sich schon kein greifbarer Besitzer ermitteln lässt, so kümmert sich eben die Gemeinde. Zumal das Kruzifix auch auf gemeindeeigenem Grund steht. Etwa einen halben Kilometer nach dem südöstlichen Ortsrand.

In der Sitzung des Marktgemeinderates brachte Peter Schlund das Thema Kreuz-Instandsetzung zur Sprache. Man hatte sich kundig gemacht und geforscht, aber keine Unterlagen über die Einweihung finden können, so Bürgermeister Kalb dazu.
Insbesondere Bernhard Bickel hatte hier intensive Recherchern betrieben, sowohl im Pfarr- als auch im Diözsan-Archiv, konnte aber nichts Konkretes finden, was Aufschluss über das Jahr der Aufstellung oder den Anlass für die Errichtung gegeben hätte. Was er herausbekam war die Information, dass das Feldkreuz von einem Einheimischen gefertigt worden war. Es steht da, wo vor langer Zeit eine Hinrichtungsstätte gewesen war.

Johannes Schuberth regte an, man könne ja Geld aus der Jagdkasse für die Renovierung beisteuern. Bürgermeister Kalb teilte seinerseits mit, die Verwaltung habe ihrerseits schon herumgeforscht und kam zu dem Schluss, was auf Gemeindegrund stehe, gehöre im Zweifelsfall der Gemeinde. Was er dann weiter konkretisierte: "Wenn wir nichts weiter rausfinden, dann übernehmen wir die Verantwortung und holen (für die Renovierung) jemanden, der was davon versteht."

Zudem wolle man zweigleisig fahren. Also weiter recherchieren und zudem Angebote für die Instandsetzung einholen. "Dass man das Kreuz machen muss, ist klar." Nur könne die Gemeinde nicht an etwas ran, das ihr nicht auch nachweislich gehöre.

Zweiter Bürgermeister Herbert Karmann warf ein, es würden wohl etliche Namen als Besitzer kursieren. Ein Vorschlag an die Verwaltung war dann der, zu ermitteln, wem die nun gemeindliche Fläche vor der Flurbereinigung gehört hatte.

Das idyllische Fleckchen rund um das gut fünf Meter hohe Kreuz liegt auf einem Hochplateau mit herrlichem Rundumblick. Über den Flurbereinigungsweg gelangt man zu dem Kruzifix. Viele Buttenheimer suchen es hin und wieder auf, um diese Aussicht zu genießen. Bei seinem letzten Ausflug hierher stellt Bernhard Bickel gerührt fest, dass wohl irgendein Kind hier seines Haustiers gedenkt und diese persönliche Gedächtnisstätte "sehr in Ehren hält".