Polizei schießt auf Mann im Kreis Bamberg - war er für die Allgemeinheit gefährlich?

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Aufregung im kleinen Ort Mürsbach im Landkreis Bamberg: Mehrere Zeugen melden einen bewaffneten Mann. Die Polizei rückt an und greift am Ende zur Waffe.

Update vom 14.09.2026: Aufregung im Kreis Bamberg - Unterbringungsbefehl gegen Mann erlassen

Nachdem ein Mann durch mindestens einen Schuss aus einer Polizeiwaffe verletzt worden ist, hat ein Ermittlungsrichter einen Unterbringungsbefehl gegen den 38-Jährigen erlassen. Zuvor sei er von einem Sachverständigen als psychisch beeinträchtigt und für die Allgemeinheit gefährlich eingestuft worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Demnach soll der Beschuldigte nach der medizinischen Behandlung in einer Bezirksklinik untergebracht werden.

Mehrere Zeugen hatten laut den Angaben einen offenbar verwirrten Mann mit zwei Messern im Rattelsdorfer Gemeindeteil Mürsbach (Kreis Bamberg) gemeldet. Polizisten hätten den Deutschen bei einer Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, angetroffen. Auf die Ansprache der Beamten habe der Mann mit Drohungen reagiert, teilte die Polizei mit. Auch der Einsatz von Pfefferspray habe keine Wirkung gezeigt, ebenso abgegebene Warnschüsse. Anschließend sei es zum Schusswaffengebrauch durch die Polizei gekommen. Dabei sei der 38-Jährige nicht lebensgefährlich am Bein getroffen worden.

Auch dadurch sei der 38-Jährige nicht handlungsunfähig gewesen. Er soll weiterhin die Messer in der Hand gehalten und den Einsatzkräften gedroht haben. Zwischenzeitlich herangeführte Kräfte der Zentralen Einsatzdienste aus Coburg hätten es letztlich geschafft, mit dem Einsatz eines sogenannten Tasers den 38-Jährigen zu überwältigen und festzunehmen. Die weiteren Ermittlungen laufen. Gegen den 38-Jährigen wird Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Ursprungsmeldung vom 12.09.2026: Verwirrter Mann mit Messern sorgt für Aufregung im Kreis Bamberg

Mehrere Zeugen meldeten am Samstagmorgen (12. September 2026) einen offenbar verwirrten Mann, der mit zwei Messern durch den Rattelsdorfer Gemeindeteil Mürsbach lief. Im Rahmen der anschließenden Fahndung trafen Polizeibeamte den 38-Jährigen am Ortsrand an. Im weiteren Verlauf kam es zum Schusswaffengebrauch, wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtete. 

Gegen 7.30 Uhr ging bei der Polizei die erste Mitteilung über den Mann ein, der sich vor einem Anwesen in Mürsbach aufhielt. Weitere ähnlich lautende Mitteilungen folgten. Die Bamberger Polizeidienststellen leiteten daraufhin umgehend eine umfangreiche Fahndung ein. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Ein weiterer Zeugenhinweis führte die Beamten schließlich an den Ortsrand von Mürsbach. Dort trafen sie auf den 38-jährigen Deutschen. Auf die Ansprache der Beamten reagierte der Mann mit Drohungen. Der Einsatz von Pfefferspray zeigte keine Wirkung, ebenso abgegebene Warnschüsse. 

Nach Pfefferspray und Warnschüssen: Polizei schießt auf 38-Jährigen - mit Taser überwältigt

Da der Mann sein Verhalten fortsetzte und zudem auf die Beamten zulief, machten die Polizisten erneut von ihren Dienstwaffen Gebrauch. Dabei erlitt der 38-Jährige eine Schussverletzung am Bein. Auch dadurch war der 38-Jährige nicht handlungsunfähig und hielt weiterhin die Messer in der Hand und drohte den Einsatzkräften. Zwischenzeitlich herangeführte Kräfte der Zentralen Einsatzdienste aus Coburg schafften es letztlich, mit dem Einsatz eines sogenannten Tasers den 38-Jährigen zu überwältigen und festzunehmen.

Er wurde umgehend medizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Verletzte gab es nicht.

Die näheren Hintergründe des Geschehens sind derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Wie nach einem polizeilichen Schusswaffengebrauch üblich, überprüft das Bayerische Landeskriminalamt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bamberg die Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs.

Vorschaubild: © Matthias Balk/dpa