"Vorsicht": Fränkische Polizei appelliert nach Unfall an Bevölkerung - und gibt Tipps

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Fladungen: Polizei appelliert nach Unfall an Bevölkerung - und gibt Tipps
Im Herbst ist im Straßenverkehr mit dem Auto besondere Vorsicht geboten. (Symbolbild)
Fladungen: Polizei appelliert nach Unfall an Bevölkerung - und gibt Tipps
CC0 / Pixabay / RitaE

Der September markiert den Übergang vom Sommer zum Winter. Aus diesem aktuellen Anlass appelliert die Polizei an alle Verkehrsteilnehmer, sich an die neuen Bedingungen anzupassen.

Auf der Kreisstraße NES 30 zwischen Fladungen und dem Gemeindeteil Sands im Kreis Rhön-Grabfeld ist es am Sonntag (13. September 2026) zu einem Wildunfall gekommen, bei dem ein junger Mann verletzt wurde. Die Polizei wendet sich in diesem Zusammenhang mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung.
 
Wie die Beamten in ihrem Einsatzbericht schildern, stieß ein 22-jähriger Deutscher gegen 20.10 Uhr auf seinem Quad mit einem Wildschwein zusammen, welches die Fahrbahn querte. Der Fahrer kam dabei von der Straße ab und erlitt leichte Verletzungen.

Hoher Schaden bei Wildunfall in Unterfranken

Das Tier lief anschließend davon - der Jagdpächter wurde zur Nachsuche bestellt. An dem Quad entstand ein Schaden in Höhe von circa 10.000 Euro. Die Polizei wendet sich in ihrem Bericht zu dem Unfall direkt an die Bevölkerung, um Verkehrsteilnehmer für aktuelle Gefahren zu sensibilisieren. "Mit Beginn der Herbstzeit steigt auch wieder das Risiko von Wildunfällen oder Unfällen durch schlechte Witterungsverhältnisse", schreiben die Beamten.

Die Polizei Unterfranken gibt mehrere Tipps zum Herbstanfang, um die Risiken zu minimieren: "Fahrweise anpassen! Fuß vom Gas", heißt der erste davon. Mit den Wetterverhältnissen verschlechtern sich auch die Fahrbahnbedingungen. So kann sich der Bremsweg auf nasser Straße fast verdoppeln und auch die Haftung der Reifen nimmt ab. Dieser Effekt wird durch Laub auf der Fahrbahn oftmals noch verstärkt. "Passen Sie daher Ihre Geschwindigkeit den äußeren Faktoren wie Witterung und Straßenzustand an und planen Sie lieber etwas mehr Zeit für Ihre Fahrten ein", so die Polizei.
 
"Vorsicht Wildwechsel", lautet der nächste Tipp der Beamten. Insbesondere auf Landstraßen und in waldreichen Gebieten besteht demnach stets die Gefahr, dass Wildtiere die Fahrbahn überqueren. Daher sollte dort besonders aufmerksam und mit entsprechend angepasster Geschwindigkeit gefahren werden. Dies gilt insbesondere für Strecken, die mit dem Verkehrszeichen "Wildwechsel" gekennzeichnet sind.

Pünktlich zum Herbstbeginn: Polizei wendet sich mit Tipps an Verkehrsteilnehmer

"Licht an - auch tagsüber! Vorsicht bei Automatikschaltungen", heißt es weiter seitens der Polizei. "Fahren Sie bei schlechter Sicht, etwa bei Nebel, Regen oder Schneefall, auch am Tag mit Abblendlicht. Nutzen Sie die Gelegenheit kostenloser Lichttests!", so die Beamten. Weiterhin gilt es auch, die Lichtschaltung zu beachten: "Und Vorsicht bei der Lichtautomatik – nicht immer schaltet diese bei Tageslicht und schlechter Sicht durch Regen oder Nebel rechtzeitig das Abblendlicht an."

"Sehen und gesehen werden", lautet der nächste Tipp der unterfränkischen Polizei, die sich damit auf das Tragen reflektierender Bekleidung für Fußgänger und Radfahrer bezieht. Speziell Fußgänger werden in der Dunkelheit nur schwer erkannt. Vorausschauendes und aufmerksames Fahren ist deshalb höchstes Gebot: "Rechnen Sie als Autofahrer mit dunkel gekleideten Fußgängern oder Fahrradfahrern, die die Straße überqueren. Für Fußgänger und Radfahrer gilt: Tragen Sie helle und am besten reflektierende Kleidung!"

"Mit 'Profil' sicher ans Ziel", lautet der letzte Tipp der Polizei. Die Beamten raten dazu, rechtzeitig Winterreifen mit ausreichendem Profil aufzuziehen und damit nicht bis zum ersten Schneefall zu warten. Dazu haben sie eine passende Faustregel parat: "Von O bis O (Oktober bis Ostern)."