Eine der sensibelsten Straßenbaustellen in Bamberg befindet sich auf der Zielgeraden: Die derzeit laufenden Asphaltierarbeiten an der sonst viel befahrenen Kreuzung Berliner Ring/Münchner Ring (B 22) markieren das Ende einer mehrmonatigen Bauzeit. Damit können sich Autofahrer absehbar auf eine Entlastung einstellen. Sie können den Knotenpunkt bald wieder nutzen, der künftig auch sicherer sein soll.

Zwar gestaltete der zuletzt starke Regen die Asphaltierarbeiten schwierig, so die Auskunft vom Staatlichen Bauamt Bamberg. Dennoch verbreitet Behördensprecherin Sabrina Hörl Zuversicht: "Anfang November wird die Kreuzung fertig." Sie spricht von einem planmäßigen Verlauf, den jetzt nur noch weitere Witterungskapriolen ins Wanken bringen könnten.

Die Arbeiten an der äußerst wichtigen Verbindung für den Straßenverkehr von West nach Ost und umgekehrt sind, abgesehen von unvermeidlichen Staus, auch aus Sicht der Polizei erstaunlich gut verlaufen. Größere Unfälle habe es bisher während der Sperrung nicht gegeben, heißt es von der Dienststelle der Stadtpolizei.

Der große Einschnitt in den Verkehr seit Juni soll sich lohnen: Das Staatliche Bauamt baut zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse die Kreuzung um. Immer wieder hatte es am Berliner Ring Auffahrunfälle beim Abbiegen aus Richtung Hallstadt auf den Münchner Ring gegeben, denn bisher fehlte eine ausreichend lange Abbiegespur. Im Zuge des Umbaus entsteht eine Zusatzspur am Berliner Ring entlang der Bambini-Kinderwelt, die Spur ist das Herzstück der Baustelle und soll künftig sicherstellen, dass die Kreuzung sicherer wird. Aufbau, Radien und Querschnitt der Fahrbahn an der Kreuzung werden außerdem an den heutigen Standard angepasst. Mehr Sicherheit soll es nicht nur für Autofahrer geben: Auch die Geh- und Radwege werden ausgebaut, außerdem barrierefrei mit sogenannten taktilen Elementen ergänzt.

Zuschuss für Stadt

Die Kosten für die Fahrbahnerneuerung und den Kreuzungsumbau betragen rund 2,4 Millionen Euro, diese trägt zum Großteil der Staat - einen kleineren Anteil muss die Stadt Bamberg übernehmen. Sie ist für einen Teil des Abschnitts Baulastträger.

Erfreulich für die Stadt dabei: Für den sich aufgrund gesetzlicher Regelungen ergebenden städtischen Kostenanteil hat die Regierung von Oberfranken der Stadt Bamberg eine Zuwendung in Höhe von 290.000 Euro bewilligt, das teilte die Behörde jetzt mit.

Von den veranschlagten Gesamtkosten sind laut Regierung von Oberfranken rund 480.000 Euro zuwendungsfähig. Der bewilligte Zuwendungsbetrag über 290.000 Euro bedeutet somit einen Fördersatz von 60,4 Prozent. Die Mittel stammen aus dem bayerischen Staatshaushalt und werden vom Landtag zur Verfügung gestellt.