Viel fehlt offenbar nicht mehr, und das historische "Bamberger Tor" könnte Geschichte sein. Oft schon wurde das ortsbildprägende barocke Denkmal von Lastern touchiert und im Anschluss wieder repariert. Aber mittlerweile befindet es sich laut Eigentümer, dem Freistaat Bayern, in so einem derart fragilen Zustand, dass es nicht mehr viel braucht, bis es ganz kaputt ist.

"Die Statik hat sich schon verschoben", meldete Bürgermeister Max-Dieter Schneider (SPD) dem Marktgemeinderat. Und er ist besorgt: "Das Tor ist äußerst einsturzgefährdet."

Im gleichen Atemzug gab das Gemeindeoberhaupt das Angebot des Freistaats weiter, der dem Markt Ebrach das Tor schenken würde. Das löste im Gremium eher Amüsement denn ernstes Interesse aus. "Auch ohne Beschluss", so Schneider, habe er das Angebot bereits abgelehnt.

Kreisverkehr wäre die Lösung

Überlegt werde auch, ob das Tor eventuell abgebaut und an anderer Stelle, wo Laster es problemlos passieren können, aufgestellt werden könnte - natürlich in Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Schneider brachte dann gleich die Vision eines Kreisverkehrs mit dem Tor im Zentrum zur Sprache. Aber seitens des Straßenbauamtes heiße es bekanntlich immer, ein Kreisverkehr sei zu teuer, gab er wieder. Eine Versetzung fand keine erkennbare Zustimmung. ast Und auch so hatte das Gremium keine Lösung parat. So wurde letztlich nur der Sachstand und der Bericht über den Ortstermin zur Kenntnis genommen.

Vertagt wurde eine Entscheidung über die Erschließung des neuen Baugebietes Bahnhofstraße mit Wasser und Kanal. In der vorherigen Sitzung hatte das Planungsbüro eine Lösung vorgestellt, die mit insgesamt (inklusive Straße) zwei Millionen zu teuer schien. Zwischenzeitlich hatte es ein weiteres Gespräch mit dem Planungsbüro gegeben, um die Maßnahmen auf das Nötigste und so auch Kosten zu reduzieren. Was keine Mehrheit begeisterte. Letztlich wurde eine Entscheidung über das weitere Vorgehen vertagt.

Schulbusse machen Sorgen

Beschlossen wurde dagegen, zumindest für eine Testphase, die Situation der Schulbusse im Horbachweg zu entzerren. Deswegen sollen in der Lagerhausstraße Busparkpätze eingerichtet werden. Die dürfen allerdings nur zu der Hochphase mittags (also nicht früh) benutzt werden. Sollte die Feuerwehr, deren Gerätehaus sich in der Lagerhausstraße befindet, einen Einsatz haben, dürfen die Aktiven ihre Pkw während dieser Zeit auf den Busplätzen parken.

Intensive Vorarbeit

Nach langer intensiver Vorarbeit scheint nun eine Lösung für die anonyme Urnenbestattung im neuen Friedhof gefunden. Kreisfachberater Uwe Hoff hatte der Gemeinde drei Gestaltungsvorschläge gemacht.
Der erste mit einer Stele, inmitten eines befestigen kleinen Platzes, der vier Bäumen eingerahmt ist und zwei Bänke hat, gefiel mehrheitlich. Dazu sollen nun Kostenangebote eingeholt werden.