Bamberg
Stadtrat

Bamberger SPD-Fraktion sagt Ja zu Klaus Stieringer

Die umstrittenste Personalie der letzten Monate im Bamberger Stadtrat ist perfekt. Die SPD-Fraktion hat am Montagabend dem Antrag Klaus Stieringers auf eine Aufnahme in die SPD-Fraktion zugestimmt.
Jetzt Kollegen einer Fraktion: Klaus Stieringer (r.) mit dem Bamberger SPD-Stadtrat Armin Andres. Foto: Ronald Rinklef
Jetzt Kollegen einer Fraktion: Klaus Stieringer (r.) mit dem Bamberger SPD-Stadtrat Armin Andres. Foto: Ronald Rinklef
Jetzt ist es amtlich: Die zehn Mitglieder der SPD-Fraktion haben am Montagabend im Rahmen der Fraktionsberatungen dem Antrag des bisherigen BR-Stadtrats Klaus Stieringer auf Aufnahme in ihre Reihen zugestimmt. "Die Entscheidung fiel bei nur einer Enthaltung einstimmig. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit", kommentierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Metzner die Entscheidung seiner Kollegen.

In Kreisen führender SPD-Mitglieder in der Region wird der Übertritt Stieringers allgemein als positiv betrachtet. "Stieringer ist ein Glücksgriff für die SPD", sagte dazu der frühere SPD-Bürgermeister Max Reichelt. Auch die Bürgermeister von Gundelsheim und Strullendorf, Jonas Merzbacher, und Andreas Schwarz, bewerten die Entscheidung des bekannten Stadtrats als Gewinn. Skeptisch bewertet den Übertritt die frühere Kreisvorsitzende Monika Bieber. Sie enthielt sich der Stimme.

Der Wechsel von Stieringer zu den Sozialdemokraten ist auch außerhalb der SPD nicht unumstritten. Der 43-jährige Geschäftsführer des Vereins Stadtmarketing gilt als Wirtschaftslobbyist, der besonders in Fragen der Verkehrspolitik nicht mit den Positionen der SPD übereinstimmte.

Vor allem die Grünen übten Kritik zuletzt an den zuletzt allzu häufigen Aus- und Übertritten im Stadtrat. Dadurch verliere der Stadtrat insgesamt an Glaubwürdigkeit, sagte Peter Gack. Neben Klaus Stieringer haben in der laufenden Wahlperiode auch Wolfgang Metzner und Gaby Seidl ihre angestammte politische Heimat verlassen. Metzner ging zur SPD. Seidl zur CSU.

Für den zurückbleibenden BR-Stadtrat Michael Bosch und die anderen Einzelkämpfer Norbert Tscherner, Sabine Sauer und Daniela Reinfelder erfährt die Arbeit im Stadtrat durch den dritten Wechsel eine interessante Neuerung. Wie am Anfang der Woche aus dem Rathaus verlautete, könnten die neuen Stimmverhältnisse dazu führen, dass jeweils ein Sitz in den Ausschüssen unter sämtlichen "Einzelkämpfern" ausgelost wird.