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Bamberg
Corona-Bühne

Bamberger Klarinettistin Rebecca Ankenbrand spielt Kammermusik für die Corona-Bühne

Normalerweise spielt die freischaffende Musikerin in bis zu 20 Orchestern. Nun bleibt Rebecca Ankenbrand bis auf Weiteres nur der virtuelle Raum. Auf der Corona-Bühne präsentiert sie gleich drei Beiträge.
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Rebecca  Ankenbrand tritt im Choro-Duo mit Gitarrist Wolfgang Mäuser auf der Corona-Bühne auf. Screenshot: infranken.de
Rebecca Ankenbrand tritt im Choro-Duo mit Gitarrist Wolfgang Mäuser auf der Corona-Bühne auf. Screenshot: infranken.de
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Die Bambergerin Rebecca Ankenbrand ist freischaffende Klarinettistin. Normalerweise hilft sie in bis zu 20 unterschiedlichen Kulturorchestern aus. Häufig springt sie auch kurzfristig ein. Kurz vor dem Shutdown etwa noch am Tag des Konzerts in Ulm mit einer Solo-Darbietung von Schostakowitschs 10. Sinfonie.

"Ich bin normalerweise sehr viel am Reisen, da mich meine Tätigkeiten bis zur Oper nach Frankfurt am Main, Lausanne, Brüssel, aber auch Coburg und viel nach Thüringen führen. Durch Corona kann ich auch jetzt an keinen Konzerten und Vorstellungen mitwirken", berichtet Ankenbrand. "Mir ist alles honorarlos abgesagt, darunter eine Konzerttournee mit der Jenaer Philharmonie in Norditalien und eine gesamte Opernproduktion von Madame Butterfly im Theater Rudolstadt." Wie es für sie weitergeht ist ungewiss.

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Rebecca Ankenbrand

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Auf der Corona-Bühne des Fränkischen Tages möchte Ankenbrand nun die Gelegenheit nutzen, sich mit ihren beiden im vergangenen Herbst gegründeten Duos vorzustellen.

Monika Herbst ist eine ehemalige Schülerin, die seit Oktober in Nürnberg Instrumentalpädagogik für das Fach Klarinette studiert. Sie kommt aus Eggolsheim bei Forchheim. "Zusammen haben wir aus purer Freude heraus angefangen, fetzige Duos des kolumbianischen Komponisten Mauricio Murcia Bedoya einzustudieren und hatten damit ein Straßenmusikprojekt geplant. Bis dieses realisiert werden kann, bleibt uns nur die Corona-Bühne." Es erklingt für Sie "Sabroso".

 

Als weiteres Stück hat sich die Klarinettistin für einen Satz aus der ersten Cellosuite von Johann Sebastian Bach entschieden, der Allemande. "Die Bassklarinette ist dem Publikum normalerweise nicht so geläufig. Sie hat denselben Tonumfang wie ein Cello und ich liebe dieses Instrument besonders wegen seines warmen und geschmeidigen Klanges", erklärt sie dazu.

 

Und Ankenbrand präsentiert auch noch einen dritten Beitrag: "Mit Wolfgang Mäuser, den ich im September bei einer Aushilfe in eine Dixieland-Combo zur Umrahmung einer Veranstaltung der Justiz in Bamberg kennengelernt habe, verbindet mich seitdem ein Choro-Duo. Wir wollten beide schon länger unabhängig voneinander ein solches Ensemble gründen und waren nun also endlich unverhofft auf den passenden Kammermusikpartner gestoßen. Choro ist eine vorwiegend instrumentale Musikstilrichtung aus Brasilien, die etwa zeitgleich zum Jazz entstanden und in Deutschland noch weniger bekannt ist. Wir hätten gerne angefangen, auch hier in der Gegend Menschen damit zu begeistern und spielen für Sie "Odeon" von Ernesto Nazareth. Wolfgang Mäuser ist ebenso freischaffend als Gitarrist und Bassist. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und Freude beim Zuhören!"

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