In Nürnberg und Erlangen droht den Unverpacktläden von "ZeroHero" das Aus. Der Grund: Infolge der Corona-Krise ging die Kundschaft dramatisch zurück. In Bamberg gibt es ebenfalls einen Unverpacktladen. Hier läuft es offenbar besser als in Erlangen und Nürnberg, dennoch gehen die Folgen der Pandemie nicht spurlos an dem Geschäft vorbei. "Alles hat sich stark verändert", berichtet Theres Gerischer.

"Unverpackt Bamberg" ist ein verpackungsfreier Bio-Laden, der komplett auf Plastikmüll verzichten will. Theres, die zusammen mit ihrer Schwester Alina Minier den Betrieb führt, schildert inFranken.de die Idee des Ladens und die Auswirkungen der Corona-Pandemie und wirft zudem auch einen Blick in die Zukunft.

"Unverpackt Bamberg" setzt auf "Zero Waste" - mehr Umweltschutz durch weniger Verpackungsmüll

Der Unverpacktladen in Bamberg existiert seit Dezember 2017 als kleiner Bioladen in der Luitpoldstraße. Theres und ihre Schwester haben den Laden gemeinsam eröffnet. Mittlerweile gibt es ein kleines Team mit insgesamt fünf Mitarbeitern. Die Idee dahinter: "Zero Waste". Das Ziel: möglichst viel Müll, vor allem Plastik, einsparen. "Unverpackt Bamberg"-Gründerin Theres erklärt, dass ihr Betrieb "höchstens ein bis zwei Gelbe Säcke alle zwei Wochen" benötige.

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Die Kundschaft kann in das Geschäft mit eigenen Behältern - wie Flaschen oder Körben - kommen und sich diese befüllen lassen. "So sparst du mit jedem Einkauf Verpackungsmüll und tust mit etwas Alltäglichem Gutes für die Umwelt", schreibt der Laden auf seiner Website.

Essen vor Ort wie auch zum Mitnehmen gibt es ebenfalls. "Meistens vegane Suppe oder Eintopf. Manchmal backen wir auch", erklärt Theres. Alle Produkte im Laden sind demnach Bio.

Unverpacktladen: Mit Corona-Pandemie brach plötzlich Kundschaft weg

Nachdem laut der Gründerin 2019 das erste "sehr gute Jahr mit viel Kundschaft" vielversprechend für die gelernten Flechtwerk-Gestalterinnen ausgefallen war, brach im Frühjahr 2020 mit dem Beginn der Corona-Pandemie die Kundschaft "schlagartig weg". Grund sei "weniger die Hygiene bei unverpackten Artikeln" gewesen. Vielmehr sei durch verstärktes Homeoffice die Laufkundschaft weniger geworden. "Viele Menschen wollten auch nur noch in einem einzigen Laden einkaufen gehen", sagt Theres. "Dagegen tun kann man wenig." Nichtsdestotrotz bleiben die beiden Schwestern optimistisch - und weiterhin am Ball. 

An Einfallsreichtum mangelt es zumindest nicht. Eine Idee ist etwa der Befüll-Service, bei dem die Kunden vorher per Telefon oder Mail durchgeben können, welche Lebensmittel sie haben möchten. "Wir stellen dann die Produkte bereit, damit sie nur noch abgeholt werden müssen", erklärt Theres. Neuerdings gibt es auch ein Kundentreue-Programm, bei dem Kunden eine Karte mit Punkten "auffüllen" können, um mit den gesammelten Punkten anschließend Produkte zu bezahlen.

In Erlangen und Nürnberg droht den Unverpacktläden von "ZeroHero" indes die Schließung. Die Betreiber wollen nun mit dem Online-Verkauf von Lebensmitteln neue Kundschaft anlocken. Für "Unverpackt Bamberg"-Gründerin Theres ist dies "ein Projekt für sich". Lebensmittel online zu verkaufen, sei mit "den Kapazitäten, die wir haben, nicht möglich". Im Online-Shop des Bamberger Unverpacktladens sind vor allem Hygieneartikel erhältlich. 

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