Bamberg
Ukraine-Krise

Bamberger Uni verurteilt Invasion der Ukraine durch russische Truppen

Die Universitätsleitung in Bamberg hat eine Stellungnahme zum russischen Angriff auf die Ukraine veröffentlicht. In dieser solidarisiert sie sich mit der Ukraine und verurteilt die Invasion. Die Uni werde versuchen, die betroffenen Studierenden zu unterstützen.
Unileitung Bamberg
Alle Mitglieder der Universitätsleitung in Bamberg. Prof. Dr. Christine Gerhardt - Vizepräsidentin Diversität und Internationales, Prof. Dr. Stefan Hörmann - Vizepräsident Lehre und Studierende, Dr. jur. Dagmar Steuer-Flieser - Kanzlerin, Prof. Dr. Kai Fischbach - Präsident und Prof. Dr. Thomas Saalfeld - Vizepräsident Forschung. Foto: Jürgen Schabel

Die Leitung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg verurteilt die Invasion der Ukraine durch Truppen der Russischen Föderation. Die Universität Bamberg lehnt völkerrechtswidrige Angriffe auf das Territorium eines Staates als Mittel der Politik ab und schließen uns den Forderungen der Bayerischen Staatsregierung nach einem sofortigen Ende der Invasion an.

Wie die Universität Bamberg erklärt, stellen Gewalt, die Missachtung nationalen und internationalen Rechts, insbesondere die Missachtung der Menschenrechte, der bürgerlichen Freiheiten und der Wissenschaftsfreiheit, für das Wissenschaftssystem eine schwere Bedrohung dar. Wissenschaftlicher Fortschritt braucht Frieden, Rechtssicherheit und die Freiheit zum ungehinderten Austausch – ohne Ansehen askriptiver Merkmale wissenschaftlich Arbeitender und über staatliche Grenzen hinweg. Als Leitung einer deutschen Universität seien sie sich der Verwundbarkeit von Universitäten insgesamt, aber auch einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehr bewusst.

Die Gedanken der Universitätsleitung sind bei den Menschen in der Ukraine. Sie sind aber auch bei den Studierenden und Mitarbeitenden aus der Ukraine an unserer Universität. Sie alle sind ihnen in diesen schweren Zeiten besonders nahe. Die Verantwortlichkeit für den Angriff auf die Ukraine liegt bei der Regierung Russlands. Die Universität solidarisiere sich mit dem offenen Brief von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Russland, die sich mutig und trotz eines zunehmend repressiven Staatsapparats gegen den Krieg aussprechen. Die Leitung trete jedem Versuch entgegen, Universitätsangehörige allein aufgrund ihrer russischen Herkunft anzufeinden. Universitäten müssen auch in schweren Zeiten ein Ort respektvollen Diskurses bleiben.

Die Universität Bamberg wird versuchen, betroffene Studierende praktisch zu unterstützen. Nehmen Sie bei Problemen Kontakt zu den Mitarbeitenden des Akademischen Auslandsamts auf. Denken Sie an alle Beratungsmöglichkeiten der Universität und in der Stadt Bamberg. Dies schließt für Mitarbeitende die psychosoziale Beratungsstelle der Universität und für Studierende die psychotherapeutische Beratung des Studentenwerks sowie die Hochschulseelsorge ein. Sprechen Sie bitte auch mit Dozierenden Ihres Vertrauens, insbesondere wenn Ihre Studienleistungen zu leiden beginnen.

Die Universität ist Mitglied von Scholars at Risk und wird überregionale Initiativen zur Unterstützung ukrainischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler genau verfolgen. Sie wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten in relevante Maßnahmen einbringen. Wenn möglich wird die Leitung der Universität auch versuchen, bestehende Kooperationen mit ukrainischen Universitäten und Forschungseinrichtungen aufrechtzuerhalten und die Fakultäten und Institute der Universität auffordern, ukrainische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf bestehende Möglichkeiten für Gastdozenturen aufmerksam zu machen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität sind auch aufgefordert, Initiativen der jeweiligen Fachgesellschaften in der Universität bekannt zu machen und Möglichkeiten zur Beteiligung zu diskutieren.