• Bamberg: Restaurant Ölkännla blieb im Januar 2022 vorübergehend geschlossen
  • Grund war die Debatte um die 2G-plus-Regel und die Befürchtung, dass diese trotz Nicht-Einführung wiederkehrt
  • Ausblick auf Corona-Maßnahmen in Bayern: Betreiber äußert Zuversicht
  • "Schrittweise": Ölkännla soll wieder aufmachen - zunächst an drei Tagen die Woche

Im Dezember 2021 entschieden sich der Betreiber des Bamberger Restaurants "Ölkännla" Roman Gerstner und die Restaurantleitung für eine kurzzeitige Schließung. Grund war die Befürchtung vor einer drohenden 2G-plus-Regel. Weil diese aber nicht eingeführt wurde und Gerstner mit weiteren Lockerungen rechnet, soll das Restaurant bereits am Freitag (28. Januar 2022) wieder öffnen.

Update vom 27. Januar 2022: "Ölkännla" Bamberg öffnet bereits am Wochenende wieder

Die Beobachtungen, dass Bayern trotz der höheren Infektionszahlen zu Lockerungen tendiert, habe Gerstner und die Restaurantleitung dazu veranlasst, das Bamberger Ölkännla ab dem Wochenende (28. Januar 2022) wieder zu öffnen. Er sei zuversichtlich, dass einer Öffnung im Februar und März nichts im Wege stehe, außer die Hospitalisierungsrate steige wieder. 

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"Stand heute öffnen wir erst einmal nur Freitag, Samstag und Sonntag ab 17.30 Uhr", kündigt Gerstner gegenüber inFranken.de an. "Für diese Woche bleiben die verkürzten Öffnungszeiten noch aktuell. Wir haben uns aber intern dazu entschieden, die Situation wöchentlich zu prüfen." Je nachdem könne es sein, dass das Ölkännla in der kommenden Woche auch am Donnerstag schon geöffnet werde. "Wir informieren dazu alle regelmäßig über unsere Social-Media-Kanäle", versichert Gerstner. 

Der Betreiber macht deutlich, dass die Gäste keine Rückschritte befürchten müssten. Die Tendenz für die kommenden Wochen liege schrittweise bei mehr Öffnungstagen in Bamberg.

Erstmeldung vom12. Januar 2022: Restaurant "Ölkännla" im Januar geschlossen 

Wie auch Thomas Förster vom "Bratwurst Röslein" Nürnberg sieht Gerstner die 2G-plus-Regel als Gefahr für die Gastronomie an. "2G plus ist ja wirklich Gift für jeden Gastronomen. Deswegen haben wir uns für eine freiwillige Schließung in den ersten Januarwochen entschieden", erklärt er. Denn jede Veränderung der Zugangsregeln verunsichere Gäste in den darauffolgenden zwei Wochen und eine Öffnung sei unter diesen Umständen nicht wirtschaftlich. 

Im September sei er im Hinblick auf die gebuchten Weihnachtsfeiern noch optimistisch gewesen. "Doch dann ist alles eingebrochen. Es ist noch nicht das Ende der Talfahrt, denn mit der neuen Virusvariante wird sich das Ganze noch etwas verschärfen." Auch die ausgesetzte 2G-plus-Regelung ändere nichts an seinem Entschluss. Gerstner gehe davon aus, dass sie durch die steigenden Zahlen sowieso wieder eingeführt werde. "Der Optimismus ist weg. Wir gehen immer eher vom schlechteren Fall aus und haben auch ganz gute Erfahrungen damit gemacht", so Gerstner.

Nach den ersten drei Januarwochen wolle er mit der Restaurantleitung schauen, wie sich die Lage entwickelt habe und eventuell mit verkürzten Öffnungszeiten in den Monaten Februar und März wieder starten. Nur noch donnerstags bis sonntags lohne sich eine Öffnung, wenn 2G plus tatsächlich gelte. Gerstner geht davon aus, dass sich die Lage im April oder Mai dann wieder entspanne. "Wir wissen nicht, was da kommt. Aber wir haben in den letzten Jahren gelernt, es zu nehmen, wie es kommt."

Stammmannschaft des "Ölkännla" "nach wie vor motiviert"

Für das Restaurant "Ölkännla" arbeiten drei Personen in Vollzeit und weitere Aushilfen. Derzeit sei das Personal in Kurzarbeit. In der Hochphase sei Personalmangel natürlich auch ein Thema gewesen, doch Gerstner versichert: "Die Stammmannschaft mit Führungspositionen ist nach wie vor motiviert und das ist das Wichtigste."

Das Besondere am "Ölkännla" ist laut Roman Gerstner die Lage auf dem Areal der Schraubverbindung Bamberg. Michael Höllein habe hier einen Automotivebereich aufgebaut. Hier hätten sich ein Oldtimer-Restaurator, ein Vespageschäft und mit Autoptik ein Autoaufbereiter-Betrieb niedergelassen, dessen Geschäftsführer Gerstner ist. Er habe sich in "die ganze Einrichtung, das ganze Ambiente" und die Terrasse des Restaurants verliebt, weswegen er Ende 2019 das "Ölkännla" Bamberg übernommen habe. "Und seitdem haben wir Corona", lacht er. 

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