Der Gaszylinder am Bamberger Margaretendamm wird zurückgebaut, da er nicht mehr benötigt wird.
Die Stadtwerke bauen am Margaretendamm den Gaszylinder zurück. In der kommenden Woche wird das letzte Gas aus dem technischen Bauwerk entfernt, danach startet der Rückbau des Gasbehälters aus dem Jahr 1954. Die benachbarte Gaskugel bleibt bis auf Weiteres in Betrieb.
In den Zylinder passt so viel Gas, wie jährlich für die Beheizung von rund 40 Einfamilienhäusern benötigt wird. Damit hat das in die Jahre gekommene Bauwerk keinen relevanten Einfluss auf die Versorgungssicherheit der Stadt Bamberg mit Erdgas: Bei einer Erdgaskrise wären die dort gespeicherten Mengen binnen weniger Stunden verbraucht. Auch für die Druckerhaltung oder Sicherung von Verbrauchsspitzen im Erdgasnetz der Stadtwerke Bamberg ist der Gaszylinder nicht mehr relevant. Weil der Betrieb und die Sanierung des nicht mehr benötigten Speichers allein in den kommenden Jahren einen hohen sechsstelligen Betrag kosten würden, wird der Gaszylinder nun zurückgebaut.
Die vorbereitenden Arbeiten starten am 27. Juli. Ab Donnerstag, 30. Juli, wird das Gas aus dem Zylinder entfernt. Restmengen, die aus technischen Gründen nicht mehr in das Erdgasnetz eingespeist werden können, werden kontrolliert abgebrannt. Im Rahmen der Arbeiten kann es bis zum Dienstag, 4. August, tagsüber zu höheren Lärmemissionen kommen. Bis zum 7. August ist die Gasfreimachung abgeschlossen. Am Wochenende und nachts finden keine Arbeiten an dem Gaszylinder statt.
Ist sämtliches Gas aus dem Behälter entfernt, finden detaillierte Erkundungen zu Altlasten und Schadstoffen statt; danach erfolgt der Rückbau. Die Arbeiten sind nicht nur von allen Behörden genehmigt, sondern auch mit der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg abgestimmt. Unmittelbare Nachbarn wurden vorab über die Bauarbeiten informiert.
Bei dem Gaszylinder aus dem Jahr 1954 handelt es sich um einen sogenannten Niederdruck-Schraubbehälter mit einem variablen geometrischen Volumen zwischen 13.000 und 30.000 Kubikmetern. Das Bauwerk hat einen Durchmesser von 42 Metern, ein maximal nutzbares Volumen von 17.000 Kubikmetern und einen maximalen Druck von 28 Millibar. Das Ringfundament reicht einige Meter in den Boden, wobei der Behälter keine Bodenplatte hat, lediglich einen Erdkern.
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