• Bamberg: Biergarten auf Unterer Brücke am Samstag (16. April 2022) eröffnet
  • Früherer Party-Hotspot: Neue Gastronomie soll Saufgelage verhindern 
  • "Deutliche Beruhigung": Polizei mit vorläufiger positiver Bilanz
  • Kuriose Begründung: 23-Jähriger wirft Pflanzendeko in die Regnitz 

Nach dem ersten Wochenende mit professioneller Bewirtung der Unteren Brücke in der Bamberger Altstadt zieht die Polizei Bamberg ein erstes positives Fazit, wie es in einer Mitteilung am Dienstag (19. April 2022) heißt. Seit Samstag ist die Untere Brücke, die sich zuletzt zum berüchtigten Party-Hotspot entwickelt hatte, bestuhlt und bewirtet. Auch nach Betriebsschluss um 23 Uhr ist bis 6 Uhr morgens ein Security-Dienst vor Ort.

23-Jähriger wirft Deko in Regnitz, weil ihm Biergarten nicht gefällt - doch Polizei mit positivem Fazit

Die Polizei sei im Verlauf des Osterwochenendes lediglich zweimal zur Unteren Brücke gerufen worden, so die Inspektion Bamberg-Stadt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sei ein 23-Jähriger aus Bamberg vom Sicherheitsdienst gegen 4 Uhr am Morgen dabei beobachtet, wie er mehrere Dekorpflanzen über die Brüstung in die Regnitz geworfen haben soll. Der 23-Jährige soll stark betrunken gewesen sein und für seine Tat die kuriose Begründung abgegeben haben, ihm gefalle die Neugestaltung der Brücke nicht. Auf ihn warte jetzt Anzeige wegen Sachbeschädigung, so die Polizei.

Tags zuvor, in der Nacht von Karfreitag auf Samstag - hier hatte der Biergarten noch nicht geöffnet - hatten zwei junge Männer insgesamt 15 Tische beim Vorbeigehen "anuriniert", so die Polizei. Die beiden jungen Männer konnten aber flüchten, Kostenpunkt für die notwendige Reinigung: rund 100 Euro. Die Polizei ermittle auch hier wegen Sachbeschädigung.

"Nach den zuletzt stark gestiegenen Einsatzzahlen und Anwohnerbeschwerden wegen auf der Unteren Brücke feiernden Jugendlichen deuten die ersten Erfahrungen nach dem Osterwochenende darauf hin, dass die Bewirtung zu einer deutlichen Beruhigung beitragen könnte", so die Schätzung der Polizei Bamberg. Beschwerden wegen Ruhestörungen seien bei der Polizei nicht eingegangen. Auch eine konkrete Verlagerung an andere Orte der Innenstadt könne die Polizei bisher noch nicht erkennen, heißt es. Ein erstes Fazit werde allerdings erst in einigen Wochen gezogen werden können, "wenn die warmen Sommertemperaturen noch mehr Jugendliche auf die Straßen der Bamberger Innenstadt locken werden", heißt es.

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