Etwas mehr als eine Stunde nach Mitternacht kam die kleine Leyla Marlen in Bamberg zur Welt. Insgesamt verzeichnete das Klinikum letztes Jahr mit 2224 Geburten einen neuen Rekord.

Rund siebzig Minuten nach Mitternacht hatte es die kleine Leyla Marlen aus Bayreuth mächtig eilig, das Licht der Welt zu erblicken. Nicht nur, dass sie in den frühen Morgenstunden des noch jungen Jahres geboren wurde. Sie kam auch noch einige Wochen zu früh und musste per Kaiserschnitt geholt werden.

Das Frühchen brachte dennoch 2230 Gramm auf die Wage und ist ebenso wohlauf wie ihre Mutter Marie Zwanziger. Bester Gesundheit erfreuen sich auch die beiden anderen, später geborenen Neujahrsbabys.

Insgesamt kamen vergangenes Jahr genau 2224 Babys im Klinikum Bamberg zur Welt. "Damit konnten wir im Vergleich zum Jahr 2015 einen Zuwachs von rund zwanzig Prozent verzeichnen und haben einen Zehn-Jahres-Höchststand erreicht", bilanzierte Burkhard Schauf, Chefarzt der Frauenklinik Bamberg.

So waren es im Jahre 2006 noch 1713 Geburten, im Jahre 2010 noch 1818 Geburten und im vorletzten Jahr 1900 Geburten. Die Quote der Mehrlingsgeburten lag im vergangenen Jahr bei 60 - darunter auch eine Geburt von Drillingen.

Fortgesetzt hat sich in Bamberg ebenfalls der Trend, dass Erstgebärende erst recht spät - meist mit circa 35 Jahren - ein Kind bekommen.


Erfreulich niedrig

Erfreulich niedrig, so freute sich Schauf, lag auch im vergangenen Jahr mit 23 Prozent die Zahl der Kaiserschnittrate. Es gibt in Bayern kein weiteres Level-1-Zentrum, welches eine derart niedrigere Kaiserschnittrate vorweisen kann. "Unser großes Ziel ist nach wie vor möglichst viele Kinder auf natürliche Art und Weise zur Welt zu bekommen", schilderte der Chefarzt.

Gut angenommen werden von den Patienten auch die neuen Kreißsäle, die Ende 2015 neu renoviert wurden und somit vor Ort eine Versorgung aus einer Hand garantieren und für kurze Wege sorgen.

Das betrifft den Kreißsaal, die Wochenstation und im Notfall die Neonatologie der Kinderklinik. Zudem bieten die vier neuen Kreißsäle sowie die drei weiteren Räume als Alternative für Entbindungen eine moderne und einladende Atmosphäre, die sich positiv auf die werdenden Eltern auswirke.

Stolz ist das Bamberger Klinikum auf seine Zusammenarbeit in einem professionellen Team. So werden beispielsweise Hebammen durch medizinische Fachangestellte bei organisatorischen Prozessen unterstützt, so dass diese sich voll und ganz auf die werdenden Mütter konzentrieren können.

Darüber hinaus werden durch die Hebammenausbildung der Bamberger Akademie für Gesundheitsberufe permanent innovative und moderne Ideen in den Alltag integriert, immer zum Wohl der Eltern und der Babys, so Schauf weiter.


Schneller Kontakt

Viel Wert gelegt wurde im vergangenen Jahr im Klinikum Bamberg auf das sogenannte Bonding. Das heißt ein möglichst schnell herbeigeführter und lang anhaltender Hautkontakt vom Kind zur Mutter beziehungsweise den Eltern, da dies nachweislich die Bindung stärkt. "Insgesamt bin ich sehr stolz auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bedanke mich im Namen des kompletten Teams für das uns entgegengebrachte Vertrauen der Eltern", resümierte Burkhard Schauf.

Und Xaver Frauenknecht, Vorstandsvorsitzender der Sozialstiftung Bamberg, ergänzte: "Mit 2224 Geburten in 2016 haben wir einen Zehn-Jahres-Höchststand erreicht. Das zeigt, dass wir für die werdenden Eltern in der Region Bamberg ein vertrauensvoller Ansprechpartner sind."