• Eigentlich hätte die Freibadsaison 2021 bereits begonnen
  • Aktuelle Verordnung des Freistaats gilt bis Anfang Juni
  • Stadtwerke Bamberg kritisieren Regierung
  • Sprecher äußert sich zu Beginn der Saison im "Bambados"

Stadtwerke Bamberg äußern sich zum Beginn der Badesaison 2021: Wie wird das Jahr 2021 für die Freibäder aussehen? Normalerweise beginnt im Mai die Saison - dieses Jahr gibt es aktuell noch nicht einmal Perspektiven für die Öffnung der Bäder. Die aktuelle bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt bis einschließlich 2. Juni 2021, darin ist die Öffnung von Bädern eindeutig untersagt. 

Wie es dann weitergeht, ist nicht bekannt. Das "Bambados"-Bad in Bamberg wird trotzdem schon jetzt auf die neue Saison vorbereitet. "Wir können nicht länger warten", berichtet Pressesprecher Jan Giersberg von den Stadtwerken Bamberg inFranken.de

Kann Bambados in Bamberg öffnen? Vorbereitungen laufen - "Worst Case Szenario"

"Die Vorbereitungen für alle drei Bamberger Bäder dauern vier Wochen", so Giersberg. "Wir müssen und wollen jetzt beginnen, damit wir rechtzeitig fertig sind, wenn es heißt: Ihr dürft öffnen." Die Aktion ist aber auch mit vielen Kosten verbunden und bedeutet für die Stadtwerke ein gewisses Risiko: "Wenn wir im Juni nicht öffnen dürfen, muss das Bad trotzdem betriebsbereit gehalten werden", berichtet er, "das kostet natürlich Geld." Natürlich besteht auch das Risiko, dass Bäder gar nicht öffnen dürfen. "Das wäre natürlich das Worst-Case-Szenario." 

Aber auch mit einer Öffnungsperspektive bleibt für die Bäder ein Risiko. "Trotz allem gilt noch die nationale Notbremse. Wenn wir also öffnen und die Inzidenz über 100 steigt, kann es sein, dass wir nach zwei Tagen wieder schließen müssen", sagt Giersberg. Außerdem gibt es noch keine Vorgaben bezüglich eines Hygienekonzepts. "Wir wissen nicht, wie viele Leute wir reinlassen dürfen, wie die Kontaktverfolgung aussehen soll oder welche sonstigen Maßnahmen es geben wird", so Giersberg. Auch Kleinigkeiten wie die Öffnung der Pommesbude oder die Nutzung der Rutschen stehen noch nicht fest. "Das ist für einen Freibad-Besuch aber für viele essenziell." 

Giersberg wünscht sich verlässliche Vorgaben der Regierung. "Aktuell wissen wir wirklich gar nichts." Schon im vergangenen Jahr war die Freibad-Saison in Bamberg verkürzt. "Letztes Jahr war wirtschaftlich katastrophal. Wir hatten mehr Aufwand, aber weniger Gäste", so Giersberg. Trotzdem gibt er die Hoffnung für die diesjährige Saison nicht auf. "Wir werden weiterhin an der Eröffnung arbeiten." 

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