Bamberg hat eine neue Waffe im Kampf gegen die möglichen Riesenmauern der geplanten Bahntrasse. Sie heißt Sichtachsenstudie und könnte den in Berlin und München sitzenden Bahngewaltigen mehr Kopfzerbrechen bereiten als es auf den ersten Blick scheint.



Das Gutachten, das die Historikerin Alexandra Schmölder im Auftrag der Stadt erstellt hat, weist im Detail nach, dass der Bahnausbau in der bisher vorliegenden Trassenplanung das Welterbe Bamberg empfindlich beeinträchtigen würde, auch wenn das Projekt die Kern- und die Pufferzone nicht durchschneidet. Schmölder belegte im Bausenat für elf im Bamberger Osten gelegene Punkte, dass selbst "nur" vier Meter hohe Lärmwände die historischen Blickbeziehungen nach Westen auf Bambergs Hügel deutlich stören oder gar verbauen würden.