30 Studierende des zweiten Jahrgangs haben ihr Studium an der Medical School Regiomed begonnen. Sie haben einen Teil der Standorte der Regiomed-Kliniken kennengelernt und sich auf ihr Studium in Split vorbereitet. Der Abschluss der Einführungstage und die offizielle Entsendungsfeier wurden im Kaisersaal von Kloster Banz gefeiert.
Seit 2016 gibt es die Möglichkeit, an der Medical School Regiomed in Kooperation mit der School of Medicine der kroatischen Universität Split Humanmedizin zu studieren. Im Oktober 2016 starteten die ersten 25 Studierenden ihr bilinguales Studium in Split. "Das erste Jahr ihres Studiums haben sie bereits erfolgreich absolviert und werden Ende 2019 nach Deutschland zurückkehren, um in den Regiomed-Häusern den klinischen Teil des Studiums zu durchlaufen", sagte die Leiterin der Medical School Regiomed, Kathrin Thaler. "Sie haben mit der mutigen Entscheidung zur Kooperation zwischen Regiomed und der Universität Split den Grundstein für die Medical School Regiomed gelegt", dankte sie der Geschäftsführung. Als Sponsoren nannte Thaler die Oberfrankenstiftung mit der Anschubfinanzierung von 1,25 Millionen Euro, die Koinor-Stiftung und die Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Auch der Förderverein der Medical School habe sich engagiert.


Medizinhistorisch bedeutsam

Der Leiter der Hanns-Seidel-Stiftung, Michael Möslein, rief in Erinnerung, dass das ehemalige Kloster Banz seit Jahrhunderten in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung Hervorragendes geleistet habe. Er hoffe auf eine Rückkehr der Fachkräfte in die Region. Der Ideengeber der Medical School und medizinsiche Geschäftsführer bei Regiomed, Johannes Brachmann, sagte den Studenten, sie müssten sich nun zunächst in der Vorklinik durchbeißen. Der Universität Split bescheinigte er als Partner exzellente Lehre und innovative Forschung.
Die Vorsitzende des Stiftungsrats der Oberfrankenstiftung, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, freute sich, dass die Stiftung helfen könne, die Medical School praktisch umzusetzen. Die medizinische Versorgung sei ein Top-Thema in Oberfranken. Um den hohen Standard zu halten, blicke sie hoffungsvoll auf die medizinische Ausbildung der jungen Studenten. Auch Landrat Christian wünscht sich Fachkräfte an den Obermain. Den Dialog mit den staatlichen Universitäten bezeichnete er als positiv.
Zum Schluss verteilten Mitarbeiter von Regiomed Begrüßungspakete in der Form eines Seesacks mit Badetuch, eine Schwimmente und ein Reiseführer Kroatien. Am Klavier unterhielten Walter Ludwig Strohmaier undJohannes Kraft.
Justus Valentini aus Mönchröden freut sich auf das Studium in Split. Der 18-Jährige hatte in Sport das Abitur am Gymnasium Casimirianum in Coburg abgelegt und war von den anatomischen Studien fasziniert, die ihn für ein Medizinstudium motivierten.
In Split war er bereits im Urlaub. Die unaufdringliche Mentalität der Menschen habe ihn besonders beeindruckt. Er wird mit den Eltern gemeinsam nach Split fahren.


Berufswunsch

Das Wochenende mit den Kommilitonen fand Mariella Zuber (19) aus Kaltenbrunn super. Nachdem sie 2016 im Albertinum in Coburg Abitur gemacht hatte, stand für sie ein Medizinstudium fest. Sie habe von Kindesbeinen an den Wunsch gehabt, Medizinerin zu werden. Nicht zuletzt, weil der Vater eine Arztpraxis in Kaltenbrunn betreibe: "Ich freue mich darauf, meinen Beruf in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen."