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Verkehr

"Erhebliches Problem": Fachfirma bekämpft Eichenprozessionsspinner an fränkischen Autobahnen

An den fränkischen Autobahnen A73, A70, A9 und A93 hat die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners begonnen. Dessen massenhaftes Auftreten stellt laut Autobahn GmbH "alljährlich ein erhebliches Problem für die Verkehrsteilnehmer" dar.
A73, A70, A9, A93: Fachfirma bekämpft Eichenprozessionsspinner an fränkischen Autobahnen
Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners: Schwerpunkt der Maßnahmen sind unter anderem die Autobahnabschnitte an der A73 zwischen den Anschlussstellen Möhrendorf und Breitengüßbach sowie an der A70 zwischen Hallstadt und dem Dreieck Bayreuth/Kulmbach. Foto: Ralf Welz (inFranken.de); LeeleeUusikuu (Pixabay) / Collage: inFranken.de
  • A73, A70, A9, A93: Autobahn GmbH geht gegen Eichenprozessionsspinner in Franken vor
  • Schmetterlingsraupe kann Autofahrern gefährlich werden - Allergie, Asthmaanfälle und mehr möglich
  • Fachfirma entfernt an Autobahnen, Parkplätzen, Tankstellen und Rastanlagen Nester mit Raupen
  • Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung: Maßnahmen enden voraussichtlich Ende Juli

Die Autobahn GmbH des Bundes hat im Zuständigkeitsbereich der Außenstelle Bayreuth mit der aktiven Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners begonnen. Eine Fachfirma entfernt in den nächsten Wochen entlang der betroffenen Autobahnen sowie den Parkplätzen und Tank- und Rastanlagen die Nester mit den Raupen. "Die Bekämpfung erfolgt umweltschonend und ohne den Einsatz von Spritzmitteln", erklärt die Autobahn GmbH in einer Pressemitteilung vom Montag (27. Juni 2022).

A73, A70, A9 und A93: Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an fränkischen Autobahnen

Die beauftragte Fachfirma beginnt demnach mit dem Absaugen der Raupennester an der A73 bei Forchheim. Zum vorbeugenden Gesundheitsschutz gegen die Brennhaare der Raupen tragen die Mitarbeiter der Bekämpfungsfirma entsprechende Schutzkleidung. Die Bekämpfungsmaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Außenstelle Bayreuth werden voraussichtlich bis Ende Juli 2022 abgeschlossen sein.

Schwerpunkt der Maßnahmen sind die Autobahnabschnitte an der A73 zwischen den Anschlussstellen Möhrendorf und Breitengüßbach, an der A70 zwischen Hallstadt und dem Autobahndreieck Bayreuth/Kulmbach, an der A93 bei Weiden sowie auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Pegnitz und Bad Berneck.

Die Reihenfolge der Bearbeitung wird laut Angaben der Autobahn GmbH dabei auf den Entwicklungszyklus der Raupen abgestimmt. Besonders sensible Bereiche wie Parkplätze und Rastplätze mit Sanitäranlagen werden dabei vordringlich bearbeitet.

"Erhebliches Problem für die Verkehrsteilnehmer": Eichenprozessionsspinner an Autobahnen

Das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners stellt laut Pressemitteilung des Autobahnbetreibers "alljährlich ein erhebliches Problem für die Verkehrsteilnehmer und für das Personal" des Betriebsdienstes der Autobahn GmbH dar.

Demnach bilden die Raupen des Eichenprozessionsspinners im Laufe ihrer Entwicklung feine Brennhaare aus, die nach Hautkontakt zu schweren allergischen Reaktionen bis hin zu Quaddeln am ganzen Körper oder nach dem Einatmen der Brennhaare zu Reizungen an Mund- und Nasenschleimhäuten und sogar zu Asthmaanfällen führen können.

Größere Verkehrsbehinderungen seien durch die Bekämpfungsmaßnahmen an den fränkischen Autobahnen indessen nicht zu erwarten. "Für vereinzelte Einschränkungen bittet die Autobahn GmbH die Verkehrsteilnehmer um Verständnis", heißt es.