Das Fachurteil über den Kirchturm in Eltingshausen muss ein Statiker fällen. Bürgermeister Nico Rogge und Geschäftsleiter Jürgen Markert waren in den Turm geklettert, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Über 11.000 Euro wird die Expertise wohl kosten, weitere Gelder müssen für eine Sanierung ausgegeben werden.

An der "Thüringer Straße" wird wohl eine zweite Sondierung nach Munition und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgen. Die alte Flakstellung in Eltingshausen befand sich dort, wo jetzt das Neubaugebiet "Thüringer Straße" entsteht. Drei (deutsche) Granaten wurden bereits gefunden und gesichert zur Explosion gebracht. Die Sondierung und die Entschließung des Areals geschehen Schritt für Schritt. Bisher musste die Gemeinde dort 8000 Euro investieren, eine weitere Sondierung, die zu erwarten ist, wird etwa den gleichen Betrag kosten,hieß es in der jüngsten Sitzung des Oerlenbacher Gemeinderats.

Blühwiese im Grüngitter

Einige positive Nachrichten hatte Bürgermeister Nico Rogge in seinen Mitteilungen zusammengefasst: Die Trampoline sind installiert, Bänke laden zum Ausruhen an der Skateranlage in Oerlenbach ein, und die Blühwiese am Rathaus erhält ein ganz besonderes Insekten-Hotel, eine "Profi-Ausgabe", wie Rogge das nannte.

Kostenschätzung liegt über den Erwartungen

Die erste Kostenschätzung für die Außenanlage für die Kita in Ebenhausen liegt vor: Sie ist um einiges höher als erwartet. Auf rund 223.000 Euro (brutto) wird das Spiel-Areal in vorgelegter Form geschätzt; von der Summe wird die Gemeinde, wie in diesen Fällen üblich, 80 Prozent tragen. In der Diskussion wurden einzelne Positionen in Frage gestellt, am Ende votierten alle für die Kostenschätzung.

Bei einem Ortstermin erkundeten die Gemeinderäte aus Oerlenbach die Möglichkeiten der Baumbestattung in ihrem Ortsteil. Die nun vorgelegte Lösung entspricht in vielen Punkten der Baumgräber in Holzhausen. Ohne Gegenstimme wurde der Plan verabschiedet. Ganz ohne Votum wurden die Vorgaben zur Baumbestattung in Eltingshausen akzeptiert.

Hilfe vom Landratsamt

Wenn es kompliziert wird, kann die Verwaltung künftig auf die Unterstützung des Landratsamtes zurückgreifen. Oerlenbach möchte zu den Teilnehmern im Modellversuch "Zentrale Vergabe" zählen, bei großen und komplizierten Projekten helfen dann die Fachleute aus der Kreisverwaltung mit. Die ausufernde Bürokratisierung kritisierten alle Ratsmitglieder, die sich zu Wort meldeten, dem Beitritt zu "Zentralen Vergabe" stimmten alle zu.

Zwölf Lichtkuppeln in der Oerlenbacher Schule müssen noch verkleidet werden. Zur Diskussion steht die Verschalung mit einem behandelten Holz oder mit Alublech. Die Blecharbeiten sind mit 6200 Euro wesentlich günstiger als die Holzverkleidung (8000 Euro). Einstimmig wird die Alu-Lösung favorisiert, allerdings sollen die Handwerker noch ein paar Nachfragen beantworten.

Luftreinigung für die Kitas

Nach den Schulen wollen auch die vier Kindergärten Luftreinigungsgeräte anschaffen. Die Kitas haben sich festgelegt, wo sie die Geräte aufstellen wollen und welche - besonders leisen - Apparate in die Einrichtungen passen. Die Gemeinde erweitert ihren Beratungsauftrag um diesem Komplex und setzt auf ein gemeinsames Expertenurteil für Schulen und Kindergärten. Ersten Schätzungen zufolge wird die Luftreinigung in der Kindergärten rund 34.000 Euro kosten.

Film-Dreh verschoben

Der Film-Dreh für das Gemeindeporträt wurde verschoben, spätestens zum Jubiläum der Großgemeinde 2022 soll der Film dann fertig sein. Rogge forderte die Ratsmitglieder auf, Vorschläge für die anstehende Verkehrsschau mit der Polizei einzureichen. Schon in der Sitzung wurden kritische Stellen genannt.

Der Kindergarten in Eltingshausen muss für den Brandschutz ertüchtigt werden. Das hat das Landratsamt Bad Kissingen festgestellt. Rund 15.000 Euro kosten die neuen Türen und anderen Maßnahmen. Für den Fluchtturm liegt noch kein Angebot vor.

Oerlenbach ist es gelungen, beim Forschungsprojekt "Demografische Gemeinde" teilzunehmen, zahlreiche Kommunen hatte sich beworben. Einige Veranstaltungen können unter Pandemieregeln in den nächsten Wochen wohl stattfinden. So soll der gemeindliche Waldlehrpfad offiziell eingeweiht werden und die Demenzwochen mit einem Filmabend auf die schwere Erkrankung hinweisen.