Mit einer Kombination aus Feuerwehrhaus und Dorfgemeinschaftshaus möchte die Gemeinde Oerlenbach die Situation für die Floriansjünger von Ebenhausen verbessern. Architekt Joachim Perleth (Schweinfurt) stellte dem Gemeinderat seine Ideen vor: Das bisherige Gebäude bleibt erhalten, dient aber nur noch als Fahrzeughalle und Werkstatt. Diese Räume werden lediglich frostsicher geheizt, mit neuer Farbe die Fassade verschönert. Eine (energetische) Sanierung des Gebäudes ist aus planerischen und kalkulatorischen Gründen nicht sinnvoll, stellte das Büro aus Schweinfurt klar.

Hinter dem Komplex entsteht die neue kombinierte Heimat der Feuerwehrleute und der Dorfvereine. Diese Art von Zusammenbau liegt im Trend. In vielen Ortschaften entstehen derzeit solche öffentlichen Bauten, die vom Amt für ländliche Entwicklung (Dorfgemeinschaftsanteil) gefördert werden. Rund 1,4 Millionen Euro soll der Neubau kosten. Dort finden sich die Toiletten und Umkleideräume der Brandbekämpfer und zwei Säle für Sitzungen und Schulungen. Der Zugang ist barrierefrei möglich. Hinter dem Gemeinschaftsbau werden Parkplätze entstehen, der Feuerwehr ist so "kreuzungsfreies" Ausrücken möglich. Wie bei den Projekten in den anderen Gemeinden soll sich die Feuerwehr mit Eigenleistung einbringen.

Ohne Gegenstimme votierte der Gemeinderat für diese neuen Pläne, Bürgermeister Rogge konnte die Zusage des Amtes für ländliche Entwicklung bestätigen: Rund 300.000 Euro sollen aus diesem Fördertopf kommen.

Varianten für die Forststraße

Lediglich 200 Meter ist die Forststraße in Ebenhausen lang. Trotzdem gibt es aus planerischer Sicht viel zu bedenken, wenn jetzt die Sanierung ansteht, erläuterte Matthias Kirchner. Gleich drei Varianten hatte der Architekt dem Gemeinderat vorgestellt. Über den endgültigen Ausbau soll eine Versammlung der Anwohner entscheiden. Die freuen sich dann, so hofft das Gemeindeparlament, auch über den geplanten Ausbau des Leitenweges. So soll künftig die Zu- und Abfahrt zum Grüngutplatz als Einbahnstraße geregelt werden. Die Kosten für den Umbau konnte Planer Kirchner nur schätzen: Er kam auf rund 90.000 Euro für die Erweiterung des Leitenweges als Kernweg und auf 500.000 Euro für die Forststraße, wo auch die RMG, der Abwasserzweckverband und Vorkehrungen für schnelles Internet berücksichtigt werden.

Auch die alte Ramsthaler Straße(ebenfalls in Ebenhausen) wird sich verändern. Hier zeigte Kirchner zwei unterschiedliche Ansätze: bei einer Variante bleibt die bestehende Kombination aus Baumallee, Grünstreifen und Asphaltspur erhalten, bei der anderen weicht der graue Straßenbelag dem natürlichen Grün von Rasen, die Zufahrten zu den Häusern werden dann neu gefasst. Auch hier sollen die Anwohner mitsprechen.

Nur eine kleine Textänderung muss im Bebauungsplan "Weinberg Wiesenau" vorgenommen werden, das Sondergebiet "Schrebergärten" in Rannungen betrifft die Gemeinde Oerlenbach nicht und ein Neubau im Heckenweg (Rottershausen) darf mit einigen Befreiungen in Angriff genommen. Diese Lösungsvorschläge hatte die Verwaltung ausgearbeitet, alle drei Beschlüsse wurden einstimmig so übernommen.

Auch ohne Veto blieb die Erhöhung der Versicherungssumme in der Dienstleistungsversicherung der Gemeinde, die beträgt künftig 50.000 Euro (statt bisher 20.000 Euro), die Beiträge werden deshalb steigen.

Am 19. März werden die Gewinner des Ideenwettbewerbs Silberner Wolf bekannt gegeben. Die Gemeinde hatte zum Jubiläum die Bürger aufgefordert, eigene Projektwünsche zu entwickeln. Rama-Dama ist für den 25. Mai geplant und die Klausurtagung des Gemeinderates kann Mitte Oktober abgehalten werden. In seinen kurzen Informationen berichtete Bürgermeister Nico Rogge außerdem, dass für die Schulen neue, verbesserte Firewalls installiert werden müssen und dass in Ebenhausen Nistkästen für den selten gewordenen Wiedehopf aufgestellt wurden. Sein Lob und sein Dank galt allen, dies sich in der Ukraine-Hilfe vor Ort einbringen.