Schon seit dem 1. November ist Thomas Wedler Gemeindejugendpfleger in Oerlenbach. Der 39-jährige Erzieher stellte sich nun den Gemeinderäten vor.

Wedler war in den vergangenen Jahren hauptsächlich in der Kinder- und Jugendpflege tätig, sorgte sich unter anderem um junge Flüchtlinge und um Menschen aus dem Bereich der Lebenshilfe. Nebenberuflich förderte er die Jugendarbeit, unter anderem in Bergrheinfeld und Dittelbrunn.

Der gebürtige Schweinfurter ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. In Oerlenbach hat er sich schon eingearbeitet - soweit das die Pandemie zuließ - und freut sich auf die Zusammenarbeit in allen vier Ortsteilen.

Geräte zu laut oder zu klein

Keine Luftreinigungsgeräte, aber -Sensoren sollen in den Klassenzimmern für bessere Luft sorgen. Drei unterschiedliche Geräte zur Luftreinigung surrten während der Sitzung im Gymnastikraum der Hegler-Halle.

Bürgermeister Nico Rogge und dessen Stellvertreter Benedikt Keßler stellten die einzelnen Typen näher vor. Weil keine Unbedenklichkeitserklärung für UV-Geräte vorliegt, fokussierten sich die Ausführungen auf zwei Filteranlagen, die allerdings für die Schulräume zu klein und - bei der notwendigen Volllast - viel zu laut waren. 30 dieser Kleinanlagen hätte die Schule benötigt, die Investition läge im sechsstelligen Bereich.

"Warnampel" für schlechte Luft

Die Gemeinderäte lehnten deshalb den Kauf trotz Förderung ab. Dagegen kauft Oerlenbach nun 25 -Sensoren für die Schule. Die "Warnampeln" kosten zusammen rund 3000 Euro und können leicht transportiert werden. Sobald das Warnlicht aufleuchtet, ist es höchste Zeit die Fenster zu öffnen. Für die -Sensoren stimmten sämtliche Ratsmitglieder.

Neue Laptops für Lehrer

Für 14 Lehrkräfte schafft Oerlenbach Laptops an. Rund tausend Euro kostet einer der tragbaren Computer, die Gemeinde kann auf eine gute Förderung bauen. Allerdings legten die Ratsmitglieder einstimmig fest, dass mit dem einmaligen Kauf der Rechner keine automatische

Ersatzbeschaffung verbunden ist.

70 Prozent der Kindergartenbeiträge trägt der Freistaat Bayern, 30 Prozent die Kommune: Auch Oerlenbach ersetzt nicht genutzte Beiträge für alle Kindergärten auf Gemeindegebiet. Bis zu 12 300 Euro könnte dies kosten, meinte Bürgermeister Nico Rogge, allerdings werden nicht alle Eltern einen Anspruch auf die Rückzahlung haben, die tatsächliche Summe fällt also geringer aus. An der Abstimmung (einstimmig) beteiligten sich Räte nicht, die selbst Kinder in den Einrichtungen haben.

Bis Mitte des Jahres läuft die gemeindliche Regelung für Vereine weiter, die Räume in den letzten Jahren mieteten oder pachteten. Schon in den vergangenen Monaten hatte Oerlenbach auf diese Einnahmen verzichtet, weil die Vereine wegen der Pandemie-Vorschriften diese gar nicht nutzen konnten und durften.

Eingaben aus Rottershausen

Mit den Eingaben aus Rottershausen beendete Nico Rogge die Abarbeitung der ausgefallenen Bürgerversammlungen. Verkehrsrechtliche Schritte gegen parkende Autos im Bereich Kirchgasse wurden gewünscht, alle Gemeinderäte sehen die "Ist-Situation" als nicht so prekär und wollen es bei der jetzigen Regelung belassen.

"Mehr Blühstreifen" für Bienen und Insekten sollen in Rottershausen stehen bleiben. Der Antragssteller forderte die Gemeinde auf, erst spät im Jahr zu mähen und zu mulchen.

Diese Idee traf auf viel Zustimmung im Gemeindeparlament. Zuerst soll der Bauhofleiter ein Konzept für alle Ortsteile erarbeiten, welche Pflanzen länger stehen bleiben können, dann setzen die Gemeinderäte auf ein Miteinander von Bewohnern, Landwirtschaft und Bauhof.

Die vorhandenen guten Ansätze sollen ausgebaut, die Gemeinde Oerlenbach soll auf diese Weise insektenfreundlicher werden. Der Beschluss fiel einstimmig.