Michael Balk von der vhs schilderte dem Oerlenbacher Gemeinderat, welche Argumente die starke Anpassung der Gebühren begründen. So habe die Einrichtung im Zeichen von Corona und Digitalisierung viel investierte und konnte deshalb auch Programme in der Pandemie aufrecht halten. Balk trug alle Arbeits- und Sachleistungen der vhs zusammen und teilte die Summe durch die Einwohnerzahl der Mitgliedsgemeinden. Für Oerlenbach ergibt sich so ein jährlicher Zuschuss von rund 6800 Euro.

Rathaus bleibt freitags zu

"Probehalber" wird das Rathaus wohl künftig freitags geschlossen bleiben. Das ist eine der zahlreichen Maßnahmen zum Energiesparen, die Bürgermeister Nico Rogge vorstellte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben dann im Homeoffice erreichbar, die Temperaturabsenkung sorgt für geringere Energiekosten. Im vorgeschlagenen Modell öffnet das Rathaus dafür unter der Woche länger. Das ehemalige Gebäude der VR-Bank - gegenüber dem Rathaus - gehört der Gemeinde und wird das neue "Haus der Mitte". Eine Machbarkeitsstudie wurde jetzt beauftragt.

Mit einem Satzungsbeschluss ist der Bebauungsplan Weinberg-Wiesenau" jetzt einen Schritt weiter. Das Gelände, ursprünglich für einen Spielplatz reserviert, kann für Wohnbebauung genutzt werden.

Brennholz ist limitiert und teurer

Billiger als Erdöl, so formulierte es Ratsmitglied Manfred Greubel, sind die neuen Holzpreise immer noch. Der Rat legte die neuen Festmeterpreise für Brennholz fest. Hartholz kostet nun 70 Euro, Weichholz 50 Euro. Hinzu kommen erstmals Steuern. Oerlenbach weist künftig Mehrwertsteuer aus. Das Brennholz ist limitiert, soll erst nur Gemeindebürgern zur Verfügung gestellt werden.

Die von den Bürgern gewünschten Projekte zum Gemeindejubiläum werden Stück für Stück umgesetzt. Hundekotbeutelspender stehen bereits. Neue Raumluft-Technik soll in allen drei Schulen installiert werden. Rund 750.000 Euro wird die Installation kosten, über 430.000 Euro erwartet Oerlenbach aus Fördertöpfen. Günstiger kommt der Tausch der Thermostatköpfe in der Oerlenbacher Schule; auf rund 1200 Euro taxiert die Verwaltung die Anschaffungskosten.

Alle "ortsprägenden" Bauten, die die Allianz Oberes Werntal bei der Durchsicht auf dem Gebiet der Gemeinde Oerlenbach registriert hatte, können im Rahmen des "Werntal-Dorfes" gefördert. Werden. So stellt, wie Bürgermeister Rogge erklärte, stelle das Konstrukt Werntal-Dorf eine willkommene Förderung dar.

Bei den Bauangelegenheiten zeigte der Gemeinderat Einigkeit. Ohne Gegenstimme befürwortete das Gremium den Antrag für ein Wohnhaus in der Blücherstraße in Oerlenbach, setzte ein Zeichen für erneuerbare Energien und genehmigte eine PV-Anlage in Ebenhausen und sprach sich für den Umbau eines Hauses im Heckenweg aus. Abgelehnt wurden Befreiungen vom Bebauungsplan am Neubaubaugebiet "Thüringer Straße" in Eltingshausen. Der Bauherr wollte die Baugrenze überschreiten, weil ein Elektrokasten, eine Straßenleuchte und ein Baum die von ihm gewünschte Platzierung von Haus und Garage unmöglich machen. Der Rat lehnte dies einstimmig ab, weil auf dem Grundstücke auch andere Möglichkeiten bestehen.