Walter Oschmann hält dem TSV Oerlenbach seit 60 Jahren die Treue. Der Senior zählte auf der Generalversammlung zu einer ganzen Reihe von Mitgliedern, die ein "rundes" Jubiläum feiern dürfen. Paul Bernhard Küthe, Ehrenvorsitzender des Vereins, ist seit 50 Jahren dabei, genau so lang kann sich der TSV auf Stefan Geiger verlassen.

13 Mitglieder, die nicht alle ins Vereinsheim gekommen waren, stehen seit 5o Jahren, 17 seit einem viertel Jahrhundert und zehn seit 10 Jahren in der Mitgliederliste. Vereinsvorsitzender Jochen Straub und sein Stellvertreter Frank Schmitt, der bei der Ehrung Urkunden und Nadeln übergab, bedankten sich für die Unterstützung.

Flott wurden die Neuwahlen durchgeführt. Nur Kassenprüfer Werner Karch legt sein Amt nach sechs Jahren nieder; für ihn rückt Jochen Brand nach. Bestätigt wurden Jochen Straub als Vorsitzender, Frank Schmitt und Dominik Stößer als dessen Stellvertreter, Kassenwart Michael Ferger und Schriftführer David Schindelmann.

Neuer Rasenmäher

Weil der alte Spindelmäher defekt ist und Ersatzteile für das in die Jahre gekommene Modell schwer zu bekommen sind, möchte der Vorstand einen neuen Spindelmäher kaufen. Ab 15.000 Euro aufwärts kann man einen solchen generalüberholten Spezialmäher erhalten. Die Anwesenden erteilten dem Vorstand den Auftrag, sich um ein Nachfolgemodell des Rasenmähers zu bemühen.

Corona prägte die Berichte beinahe aller Abteilungen, Ausschüsse und Mannschaften. Spielrunden wurden begonnen, unter- und abgebrochen, verkleinerte Ligen ersetzten die üblichen Abläufe, an gemeinsame Feiern und geselliges Zusammensein war kaum zu denken.

Aber alle Abteilungen zeigten sich aktiv und gut aufgestellt für die Zukunft. Das betrifft die Volleyballer und die Gymnastikgruppen ebenso wie den Fußball. Dort gab es faktisch vor Corona die größte Änderung: statt in einer JFG stellen sich die Mannschaften der Großgemeinde jetzt in Spielgemeinschaften der Konkurrenz im Jugendfußball. Die "Erste", also die aktiven Herren, besitzen noch gute Chancen auf den Aufstieg unter Trainer Frank Halbig.

Die Theatergruppe wird 2022 das Stück von 2021 auf die Bühne bringen, Texte lernen und erste Proben standen schon im letzten Jahr im Terminkalender.

Jochen Straub bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen und den vielen fleißigen Geistern im Verein. Eine breitere Basis für die notwendigen Aufgaben am Sportgelände und rund ums Vereinsheim wünschen sich Straub und der Bauausschuss jedoch.

Jochen Straub zeigte auch auf, dass der TSV in Kooperationen mit anderen Vereinen Querverbindungen aufgebaut habe: so können Mitglieder auch bei Nachbarvereinen ohne zusätzlichen Beitrag in einigen Sportarten mitwirken.

Der TSV hat 756 Mitglieder, die Kassen des Vereins scheinen gut gefüllt. Allerdings warnte Kassenwart Michael Ferger: vieles von dem Plus des letzten Jahres fuße auf Sondereffekten, Covid 19 inklusive. So waren die Ausgaben für den stark eingeschränkten Sportbetrieb geringer und man konnte sich über höhere Förderungen vom Staat und von der Gemeinde freuen. In den Büchern steht ein Überschuss von rund 23.000 Euro.

110 Jahre Vereinsleben wollen die Oerlenbacher in diesem Jahr feiern. Sie hoffen auf einen ausverkauften Saal bei den Auftritten der Theatergruppe.