Das Schullandheim Bauersberg ist mit den zwei Querenteichen um eine Attraktion reicher. Die Übergabe erfolgte noch in den letzten Tagen der Amtszeit von Bürgermeister Udo Baumann.
Die Geschäftsführerin des Schullandheimwerks Unterfranken, Helga Suttner, die Leiterin des Studienhauses, Dr. Andrea Schmitt, sowie Vertreter der Regierung von Unterfranken und des Wasserwirtschaftsamtes waren gekommen, um Baumann für seinen Einsatz für das Schullandheim und die
Erstellung der Teichanlage zu danken.
Die Querenteiche befinden sich seit etwa 1950 im Eigentum der Stadt Bischofsheim, von 1976 bis 1982 wurden sie als Fischteiche privat genutzt, zwei Jahre hatte sie der Angelsportverein in Pacht. Von 1986 bis 2011 dienten sie als Feuerlöschteiche. Mit Fertigstellung der neuen Wasserversorgungsanlage und damit auch der Löschwassersicherheit wurden die Teiche nicht mehr benötigt. Für Baumann war klar, dass sie ein tolle Bereicherung für die an das Schullandheim angegliederte Wasserschule sein würden.


Eine Idee, die begeisterte

Die damaligen Verantwortlichen des Schullandheims sahen dies genauso und griffen gerne zu. Im September 2011 wurden die Teiche zur Nutzung und Pflege an das Schullandheim übergeben.
"Wir allen waren begeistert, dass künftig für die Schulklassen und die Wasserschule Unterfranken so ein schönes Stückchen Erde in unmittelbarer Nähe des Schwarzbaches zur Verfügung stehen sollte", erinnerte sich Helga Suttner. Die Lehrerarbeitsgemeinschaft des Schullandheimes Bauersberg habe sich ausführlich mit der Planung und Nutzung der beiden Teiche befasst und ein entsprechendes Konzept für Schulklassen erstellt. Suttner dankte Baumann, der nicht nur die Teiche zur Verfügung gestellt sondern sich auch intensiv darum gekümmert habe, die entsprechenden Fachleute für das Vorhaben zu gewinnen.


Pädagogisches Material erstellt

So habe auch die Wasserwirtschaft von der Regierung von Unterfranken mit der Aktion Grundwasserschutz ihre Unterstützung zugesagt, um das Projekt "Stillgewässer" zu etablieren. Entsprechendes pädagogisches Material wurde ebenso erstellt wie zwei Schautafeln.
Von Seiten des Wasserwirtschaftsamtes waren Pläne für die Wasserbauarbeiten erstellt worden, die Arbeiten selbst übernahm unter anderem der städtische Bauhof mit Bauhofleiter Harald Tratt und seinen Mitarbeitern.


Gemeinschaftsprojekt

Blieb nur noch der Wunsch nach einem Steg, der wiederum vom Wasserwirtschaftsamt geplant und vom Schullandheimwerk Unterfranken finanziert wurde. "Wir können das Modul Teichgewässer als ein Gemeinschaftsprojekt vieler sehen. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Anlage wird viele Schulklassen aus nah und fern begeistern", ist sich Helga Suttner sicher.
Axel Bauer, Leiter des Sachgebiet Wasserwirtschaft an der Regierung von Unterfranken, sprach von einem kleinen Idyll das für das Schullandheim Bauersberg geschaffen wurde. Ohne großartige Bürokratie sei es durch die Kooperation vieler gelungen, das Projekt zu realisieren. Bildung sei eine Kernaufgabe der Wasserwirtschaft, das Element Teichgewässer werde am Bauersberg vorbildlich präsentiert.


Auch ein Steg wurde eingebaut

Vom Wasserwirtschaftsamt war Abteilungsleiter Norbert Schneider zur Übergabe gekommen. Er erinnerte an die Geschichte der Teiche wie auch an die Umbaumaßnahme. Der Zulauf zum ersten und der Überlauf zum zweiten Teich seien saniert worden. Während der obere Teich ein naturnahes Gewässer sei, das nur der Beobachtung diene, sei der untere Teich für Schüler-Forschungen in drei Tiefenzonen umgebaut worden.
Wassersteine und der Steg wurden eingebaut und ein Zugang zum Schwarzbach hergestellt. "Die Schulkinder können hier die Natur und insbesondere die Flora und Fauna an einem Still- und einem Fließgewässer gefahrlos genießen, beobachten und studieren", sagte Schneider.
Die Teiche des Schullandheims Bauersberg seien ein Musterprojekt der Gewässerpädagogik. "Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung und auf die Erfahrungen und besonderen Entdeckungen durch die Nutzer in den nächsten Jahren." Natürlich freute sich auch Baumann über die gelungene Umsetzung. Sein Dank galt allen Beteiligten für die Kooperationsbereitschaft, damit Schüler und Jugendliche hier künftig das wichtige Element Wasser kennenlernen und erforschen können. "Es ist für mich ein schönes Abschiedsgeschenk", sagte er.