Die Vorfreude bei der SpVgg Wartmannsroth/Völkersleier ist groß. Der aktuelle Trainer des Regionalligisten TSV Aubstadt, Victor Kleinhenz, hat seine Wurzeln in Wartmannsroth und hilft seinem Heimatclub, wo er kann. Mit einem Spiel seines Clubs am Samstag um 17 Uhr gegen den Landesligisten FC Fuchsstadt will er seinem Heimatverein unter die Arme greifen, denn die Zeiten für die Spielvereinigung sind nicht einfach. "Jetzt können wir das Spiel endlich durchziehen", freut sich Vorsitzender Daniel Görke. Das Spiel ist schon im Winter geplant gewesen, doch wegen einiger Coronafälle im Team musste die Partie abgesagt werden.

Zuletzt ist es ruhig geworden um die Spielvereinigung. Das Herrenteam kickt in einer Spielgemeinschaft mit Gräfendorf und Dittlofsroda. "Am Lenzenberg" ist also mit Fußball nicht mehr viel los. Allerdings nur auf den ersten Blick, denn das Team um den Vorsitzenden Daniel Görke kämpft gegen den Niedergang. Wie bei vielen anderen Vereinen auch, ist Kreativität gefragt. Und wenn schon der ehemalige Spieler und Trainer mittlerweile einen Regionalligisten trainiert, warum nicht ein Spiel auf diesem Niveau. Victor Kleinhenz hat seine Wurzeln eben nicht vergessen.

Der 31-Jährige hat übrigens seine Trainerkarriere in Wartmannsroth begonnen, damals noch an der Seite von Karlheinz Thoma. In der Saison 2013/14 und 2014/15 trainierte er zusammen mit ihm die SpVgg. Davor war er vier Jahre als Spieler aktiv und kehrte damals von der Jugend des 1.FC Schweinfurt 05 zurück. Seine Jugendzeit verbrachte er bis zur U15 in Wartmannsroth.

In der Spielrunde 2015/16 stieg die Spielvereinigung wieder aus der Kreisklasse ab, um in der darauffolgenden Saison eine Spielgemeinschaft mit dem SV Gräfendorf einzugehen. Das klappte auf Anhieb, denn in der Premierensaison stiegt die neue SG erneut in die Kreisklasse auf. Victor Kleinhenz war da aber schon beim FC Thulba aktiv, hat aber seine erste Trainerstation nicht vergessen. Seitdem ist allerdings viel Zeit vergangen und die Erfolgsgeschichte von damals konnte so nicht weitergeschrieben werden.

"Die Situation für uns, aber auch allgemein, ist schon existenzbedrohend", sagt Vorsitzender Görke, blickt aber dennoch positiv in die Zukunft. Denn trotz des fußballerischen Niedergangs ist die Sportanlage hervorragend gepflegt. Während der coronabedingten Spielpause wurde die Anlage samt Sportheim aufgehübscht und modernisiert. Wie in vielen ehemaligen Fußball-Hochburgen werden die Plätze kaum noch genutzt. Für den Vorstand nun eine gute Gelegenheit, den Sportverein wieder mal in den Fokus zu rücken und Werbung in eigener Sache zu machen. "Auch wenn wir keinen regelmäßigen Spielbetrieb mehr haben, haben wir doch einiges zu bieten", so Görke. Ein Kinderspielplatz und demnächst ein Generationen-Park befinden sich im Bau und werden das Sportgelände noch attraktiver machen. "Ein Treffpunkt für die ganze Familie", so der Plan des Vorsitzenden.

Angemessenes Rahmenprogramm

Neben den üblichen Verpflegungsständen wurde mit Marcus Stiller ein Stadionsprecher verpflichtet. Im Anschluss an die Partie werden die Kicker noch verköstigt und die Trainer stehen bei einer Pressekonferenz Rede und Antwort. "Ich freue mich sehr", sagt Kleinhenz vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

Der Zeitpunkt passt, denn die Wartmannsröther waren beim Bayerischen Pokalfinale der Grabfelder in Illertissen mit einem Bus dabei und das ist jetzt sozusagen der Gegenbesuch. Der TSV Aubstadt hat mittlerweile auch rund um Bad Kissingen eine große Anhängerschaft und will sich deshalb in der Region präsentieren. "Wir werden mit einem großen Kader anreisen und wollen unser Bestes zeigen", hofft der Trainer auf ein attraktives Spiel. Mit dem Landesligisten FC Fuchsstadt um Trainer Martin Halbig tritt das ranghöchste Landkreis-Team dem Regionalligisten entgegen.