Kühler soll's werden am Samstag. Und doch irgendwie auch richtig heiß. Mit dem Saaletal-Marathon beginnt im Landkreis hochoffiziell die Lauf-Saison. Über 100 Sportler haben sich für die Königsstrecke über 42,195 Kilometer entschieden, sogar mehr als 200 für die Halbmarathon-Strecke, auf der auch die Unterfränkische Meisterschaft entschieden wird. Ein Titel, der reizt. Tatsächlich wird Sebastiano Ilardi (LG Lohr-Rechtenbach) die Titelverteidigung extrem schwer fallen. Wird vielleicht sogar ein Ding der Unmöglichkeit für den Spessart-Läufer, der im Vorjahr für die etwas mehr als 21 Kilometer 01:28 Stunden benötigte und eine Bestzeit von 01:24 Stunden hat.

Favoriten sind andere - sofern sie die Veranstaltung als echten Leistungstest sehen. Markus Unsleber beispielsweise, der für den TV/DJK Hammelburg startet und als Halbmarathon-Bestzeit eine 01:11:48 aus dem Jahr 2007 stehen hat.
Allerdings plagt sich der Lokalmatador aktuell mit Rückenproblemen herum. "Da ich im Training derzeit kaum über eine Stunde laufe, wäre das für mich ein längerer Tempolauf. Wenn ich starte, bin ich selber gespannt, wie ich durchkomme", sagt der Langendorfer, der seine Marathon-Pläne nicht wie gewünscht verfolgen kann, "da ich aufgrund der gesundheitlichen Probleme Ende letzten Jahres zu viel Trainingsrückstand hatte und seitdem keine Überlastungen riskieren wollte".

Zu den Sieg-Anwärtern gehört auch Matthias Krah. Der Läufer vom TV Bad Brückenau legte den Fokus zuletzt zwar auf Ultra-Läufe, stand in den vergangenen Jahren aber in Ramsthal immer ganz oben - 2013 als Halbmarathon-Sieger mit Streckenrekord (01:16:47) und im Vorjahr als Marathon-Gewinner (02:55:21). Ambitionen dürfte auch ein Michael Wetteskind haben. Der Athlet von der DJK Schweinfurt ist die 21 Kilometer bereits unter 01:15 Stunden gelaufen. Etwas darüber liegen Wolfgang Müller (SC Ostheim) und Sebastian Apfelbacher (TG Kitzingen), der in 2013 den Marathon in Ramsthal gewann. Für persönliche Bestleistungen ist die Strecke zu schwer, aber wer gewinnt, hat sich den Titel garantiert verdient.

Mit bis zu 600 Teilnehmern auf allen Strecken rechnet der ausrichtende SV Ramsthal. Das Organisations-Team mit Bernhard Gößmann-Schmitt, Karin Schmitt und Katrin Vollert an der Spitze hat im Vorfeld wieder viel Zeit und Herzblut geopfert, um den Lauffreunden eine attraktive Strecke und ein perfektes Umfeld bieten zu können. Etwa 170 Helfer sind am Veranstaltungstag im Einsatz. "Wir hoffen, dass an der Strecke viele Zuschauer die Sportler unterstützen", wünscht sich Bernhard Gößmann-Schmitt.

Zeitplan 10 Uhr: Marathon, Halbmarathon, Powerwalking (21 km), 10 km; 10.20 Uhr: AOK-Walking (8 km); 10.30 Uhr: Minimarathon / AOK-Lauf für Schüler und Hobbyläufer(4,2 km); 12 Uhr: Bambini-Lauf um den Sportplatz.

Sperrungen Von 10 bis etwa 10.45 Uhr ist die Straße in Ramsthal in Richtung Ebenhausen (Höhe Kreisel) gesperrt. Nicht befahrbar ist für die Dauer des Marathonlaufs die Straße von Aura nach Elfershausen. Punktuelle Sperrungen bei Straßen-Überquerungen werden von den Freiwilligen Feuerwehren vorgenommen. Um vorsichtiges Fahren wird vor allem auf der Strecke von Elfershausen nach Langendorf gebeten.

Nachmeldungen sind am Wettkampftag möglich bis eine Stunde vor dem Start.