1. FC Nürnberg II - FC 05 Schweinfurt (Sonntag, 14 Uhr)

Seit dem 2:2-Remis gegen Wacker Burghausen hat der FC 05 Schweinfurt (3./43) kein Punktspiel mehr in den Beinen gehabt, also seit Ende November. Kein Wunder, dass die Lust auf Regionalliga-Fußball enorm groß, eher riesig ist bei Trainer und Mannschaft, zumal mit der Club-Reserve (14./27) ein interessanter und auch anspruchsvoller Gegner wartet. Der Tabellenstand darf da nicht täuschen, und schon im Hinspiel hatten die Mittelfranken den Spielverderber gegeben beim 1:1-Remis im Sachs-Stadion, als Nürnbergs Tim Sausen (74.) den Führungstreffer von Adam Jabiri (56.) egalisiert hatte.

Was nichts daran ändert, dass Tobias Strobl seinen Matchplan keinesfalls am Kontrahenten festmacht. "Wir haben selbst ein gewisses Standing in der Liga und wollen uns nicht allzu sehr am Gegner orientieren", sagt Schweinfurts Trainer. Ähnlich forsch gibt sich Marco Zietsch, der beim Club ausgebildet wurde, dort bis zu seinem Wechsel im Sommer 2021 spielte. "Die Jungs haben eine hohe Ballsicherheit, sind aber zu knacken", sagt der 21-Jährige, der auf einen Einsatz gegen die Ex-Kollegen hofft, vielleicht sogar in der Startelf.

Verzichten müssen die 05er nur auf den verletzten Vitus Scheithauer und den gesperrten Amar Suljic, sodass Strobl trotz der Winter-Abgänge von Daniel Adlung und Lamar Yarbrough auf reichlich Qualität im Kader bauen kann. "Jeder Abgang ist schmerzhaft, aber wir sind auch enger zusammengerückt. Und einige Spieler bekommen die Möglichkeit, mehr Verantwortung zu übernehmen", sagt Tobias Strobl.

Selbst wenn es beim zuletzt erkrankten Adam Jabiri nicht für einen Einsatz reichen sollte, stehen mit Meris Skenderovic und Florian Pieper in vorderster Front bewährte Kräfte parat. Dass Skenderovic trotz der jüngsten Offerte des Drittligisten 1860 München seine Fußballkunst zumindest bis zum Ende der Saison bei den 05ern zeigen wird, freut den FC-Trainer besonders. "Dass ein Spieler von uns auf dem Zettel eines höherklassigen Vereins steht, ist ja immer auch eine Auszeichnung. Aber wir wissen, was wir an Meris haben. Persönlich finde ich es überragend, wie er mit der ganzen Situation umgegangen und wie reif er im Kopf ist", so Strobl.

Mit der Vorbereitung zeigt sich der FC-Übungsleiter mehr als zufrieden angesichts der "guten Testspiele gegen gute Gegner. Die Stimmung in der Mannschaft ist jedenfalls super. Und läuferisch sehe ich uns auf einem Top-Niveau." Davon überzeugen können sich maximal 750 Fans, die im Sportpark unter 2G-Voraussetzung im Sportpark am Valznerweiher zugelassen sind. Karten sind an der Tageskasse erhältlich.