V Riedenberg - FC Fuchsstadt 3:2 (1:2). Tore: 0:1 Julian Volpert (1.), 0:2 Simon Bolz (4.), 1:2, 2:2 Nicolas Krapf (21., 47.), 3:2 James Galloway (85.). Bes. Vorkommnis: Florian Dorn (Riedenberg) pariert Foulelfmeter von Patrick Stöth (56.).
Die vagen Aufstiegsträume der "Kohlenbergler" dürften nach dieser Niederlage ausgeträumt sein, der Konkurrent vom SV Euerbach/Kützberg wird sich den Relegationsplatz wohl nicht mehr nehmen lassen. Dabei begann die Partie für die Schützlinge von Dirk Züchner außerordentlich gut. Nach einem knallharten Schuss von Simon Bolz, den Keeper Florian Dorn prallen lassen musste, staubte der junge Julian Volpert zur Führung ab. Auch der nächste FC-Angriff wurde erfolgreich abgeschlossen, nach einem unübersichtlichen Getümmel im SV-Sechzehner schoss Bolz die Kugel ins lange Eck. Danach waren die Gäste weiter am Drücker.
"Wir sind erst nach einer Viertelstunde besser ins Spiel gekommen", berichtete SV-Abteilungsleiter Stefan Dorn. Die Aufholjagd des nimmermüden Aufsteigers wurde mit dem Anschlusstreffer durch Nicolas Krapf belohnt. "Bis zur Pause war es dann ein gutes und interessantes Match", so Stefan Dorn weiter, "nur Tore wollten nicht fallen".

Offener Schlagabtausch

Dies änderte sich sofort nach dem Seitenwechsel, diesmal netzte Krapf aus Abstauberposition ein. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem der Tabellendritte die mögliche Führung verpasste, als Patrick Stöth, nach Foul an Johannes Feser, mit einem Straftoß an Florian Dorn scheiterte.
Der "Elfmetertöter" sah seine Vorderleute in der letzten Viertelstunde im Vormarsch, die Kräfte der Grün-Weißen schienen stärker als die der Gäste zu sein. Die Riedenberger ließen sich auch von der schweren Verletzung von Krapf nicht beeindrucken. Dieser landete nach einem Luftduell an der Mittellinie so unglücklich auf dem Gesicht, dass er per Hubschrauber in die Kopfklinik nach Würzburg geflogen werden musste. Die Partie schien mit einer Punkteteilung zu enden. SV-Coach Marius Kubo hatte gerade drei Offensivkräfte ausgewechselt, da erspähte James Galloway den weit vor seinem Kasten postierten FC-Goalie Marc Rösler, der gegen den überraschenden Schuss von der Mittellinie keine Abwehrchance hatte. Die Gäste rannten zwar nochmals gegen die Niederlage an, doch in der Hitze des Gefechtes wurde, da die SVler ihre Zweikampfstärke in die Waagschale warfen, keine torgefährliche Aktion herausgearbeitet.
SV Riedenberg: Florian Dorn - Schultheiß, Vorndran, Schaab, Daniel Dorn - Krapf , Carton, Christoph Dorn (86. Mathes), Galloway - Fröhlich (77. Seuring), Philipp Dorn (82. Ch. Hergenröder).
FC Fuchsstadt: Rösler - Heinlein, Thurn, Plehn, Baldauf - Bold, Bolz, P. Stöth, Tretter (52. A. Lebsack) - J. Volpert (71. Widiker), Feser.

SV Garitz - Mühlhausen/ Schraudenbach 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Sandro Cazzella (32.), 2:0 Andrzej Sadowski (51.).
Die Garitzer geben den Kampf um den Klassenerhalt nicht auf. Die Gäste haben ihn dagegen endgültig verloren und steigen nach einjähriger Zugehörigkeit in die Kreisliga Schweinfurt ab. Die Begegnung, in der das Schiedsrichtergespann nicht immer sicher wirkte, nahm sofort Fahrt auf, doch zunächst verzogen Sandro Cazzella für die Gastgeber und auf der Gegenseite die Angriffsspitze Jens Rumpel. Letzterer tat sich über neunzig Minuten recht schwer, der Wechsel zum Landesligaliga-Aufsteiger Schwebenried erscheint nach diesem Auftritt nicht zwingend.

Verstärkung aus der Reserve

Die Platzherren übernahmen nach zehn Minuten endgültig das Kommando. Die aus der 2. Mannschaft abgezogenen Andrzej Sadowski und Konstantin Papadopoulos erwiesen sich als Ruhefaktoren im Mittelfeld und lancierten gefährliche Angriffe. Dabei setzte Tobias Ehrenberg das Leder nach feiner Drehung über das kurze Eck, kurz darauf scheiterte Benedikt Niebling nach Sadowski-Steilpass an Keeper Pascal Blesch. Nachdem auch Sadowski nach Hereingabe von Ehrenberg das Spielgerät unbedrängt am Tor vorbeigeschoben hatte, sah man schon erste verzweifelte Gesichter der heimischen Fans. Diese hellten sich allerdings beim nächsten Angriff auf: Nach einem Ehrenberg-Lupfer über die insgesamt nicht sattelfeste Gäste-Deckung hinweg setzte Spielführer Sandro Cazzella den Ball platziert und überlegt ins lange Eck. Pech hatte wenig später Ehrenberg, seinen Schlenzer Richtung langes Eck drehte Blesch mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Den letzten Hochkaräter vor der Pause vergab Dominik Schmitt, der trotz bester Schussposition den Ball ins Nichts querlegte.

Optimismus vor dem Derby

Der zweite Durchgang startete mit einigen Nickligkeiten. Eine solche war Ausgangspunkt des zweiten Treffers. Nachdem er 20 Meter vor dem Tor gefoult wurde, setzte Sadowski den Freistoß hoch ins Toreck, wobei der neben der Mauer postierte Papadopoulos die Sicht des Torhüters behinderte, sich aber gedankenschnell duckte. Bis zum Abpfiff war die Begegnung von vielen zerfahrenen Situationen geprägt. "Wir haben uns ohne Not in manche Not gebracht", wunderte sich der Garitzer Trainer Michael Beyfuß. Tatsächlich kam das Schlusslicht durch einige Fehler des Kontrahenten im Spielaufbau zu Gelegenheiten, die größte Chance zum Anschlusstreffer verpasste der eingewechselte Michael Hart, der nach Kopfballvorlage von Jens Rumpel den Ball aus sechs Meter über den Kasten zimmerte. Aber diesmal war den Grüß-Weißen das Glück hold, sie fahren nun guten Mutes zum Derby nach Münnerstadt.
Garitz: Werner - Rüth, Bieber (40. Rudolph), M. Niebling, Herold - B. Niebling (82. Alles), Papadopoulos (90. Baldauf), An. Sadowski, Cazzella, Schmitt - Ehrenberg.

TSV Unterpleichfeld - FC Bad Kissingen 0:1 (0:0). Tor: Ervin Gergely (88.).
Die 06-er feierten einen fast schon lebenswichtigen Erfolg und verteidigen so eine Woche vor dem möglicherweise entscheidenden Spiel gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus Großbardorf den Relegationsplatz. Die Schützlinge von Thomas Lutz waren mit Fortuna in manchen Situationen im Bunde. So, als TSVler Marcial Weisenseel nach sechzig Sekunden zunächst am aufmerksamen Florian Rottenberger scheiterte und Simon Flockerzie den Nachschuss aus Nahdistanz über das Tor setzte. Danach blieb auf beiden Seiten vieles Stückwerk. "Selbst bei allem Wohlwollen kann man mit gutem Gewissen behaupten, dass es ein grottenschlechtes Spiel war", informierte TSV-Pressesprecher Hermann Bauer. Doch der Zweck heiligt die Mittel, die Kurstädter standen mit Mann und Maus in der ersten Stunde in der eigenen Hälfte und mussten zudem früh die neuerliche Verletzung von Adnan Hamzic verkraften. Dessen Mannschaftskameraden wurden Mitte der zweiten Halbzeit etwas mutiger, hatten es aber ihrem Torhüter zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Rottenberger kochte Weisenseel nämlich zweimal in höchster Not ab, die Partie lief Richtung Nullnummer. "Völlig überraschend" (Bauer) lag dann das Leder im TSV-Tor. Eine blitzgescheite Aktion von Ervin Gergely ließ die mitgereisten Fans jubeln. Nach Anspiel ans Strafraumeck guckte er den Keeper aus und lupfte den Ball maßgerecht ins lange Eck. "Das Ergebnis muss uns doch Mut für die letzten beiden Spiele machen", hofft Lutz, für den die Verletzung von Hamzic ein Wermutstropfen war und der Sieg der Großbardorfer irgendwie auch.
Bad Kissingen: Rottenberger - Hofmann, Hamzic (37. Ament), Wedlich, Wehner (58. Dittrich) - Karch, Laus, Heilmann, Heimerl - Gergely, Limpert.

TSV/DJK Wiesentheid - TSV Münnerstadt 4:0 (1:0). Tore: 1:0 Markus Pfeuffer (22.), 2:0 Marcel Hartmann (71.), 3:0 André Hartmann (86.), 4:0 Daniel Holzmann (88.).
Die längst gesicherten Lauertaler reisten mit dem letzten Aufgebot in den Steigerwald. Neben den langzeitverletzten Stammspielern fiel auch noch Abwehrrecke Johannes Kanz aus. "Da musste ich selbst auflaufen", berichtete TSV-Coach Adrian Gahn, der zudem einige unerfahrene A-Junioren im Aufgebot hatte. Diese hielten zunächst gut mit, ließen sich auch durch den ersten Gegentreffer, der Torschütze Markus Pfeuffer erlief sich einen Pass in die Schnittstelle der Deckung, nicht aus der Ruhe bringen und versuchten sich bis zum Halbzeitpfiff am Ausgleich, "wobei beidseits keine klaren Chancen herausgespielt wurden" (Gahn).

Abgezockte Wiesentheider

Nach einer Stunde wurden seine Mannen etwas mutiger, zwei frische Offensivkräfte sollten für zusätzlichen Schwung sorgen. Doch die abgezockten Gastgeber nutzten die Freiräume gekonnt und bauten den Vorsprung durch einen Treffer des landesligaerfahrenen Marcel Hartmann aus. In der Schlussphase ließen die Kräfte bei den Gästen nach, die ihren Fokus in den nächsten zwei Wochen voll auf den Klassenerhalt der 2. Mannschaft richten. Zwei weitere Gegentreffer waren die Folge. "Die Niederlage war aufgrund der erwarteten Dominanz des Gegners verdient, fiel allerdings etwas zu hoch aus", so ein keineswegs enttäuschter TSV-Vorstand Günter Scheuring.
Münnerstadt: Büttner - Kraus (65. Wegmann), Müller, Geyer (73. Pfeuffer), D. Mangold (51. Vielwerth) - Kröckel , Nöthling. Gahn, Geis - Göller, Coprak.


Außerdem spielten

FC Geesdorf - SV/DJK Unterspiesheim 2:2 (1:0). Tore: 1:0 Oliver Hahn (25.), 2:0 Mohamed Remaithi (78.), 2:1 David Schmitt (82.), 2:2 Dominik Seufert (90.).
DJK Schwebenried/Schwemmelsbach - DJK Dampfach 5:1 (5:0). Tore: 1:0, 2:0 Manuel Weißenberger (1., 12.), 3:0, 4:0, 5:0 David Fleischmann (28., 37., 39.), 5:1 Patrick Winter (56.).
TSV Großbardorf II - SV-DJK Oberschwarzach 1:0 (1:0). Tor: Janik Markert (44.).
SV Euerbach/Kützberg - FC Gerolzhofen 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Daniel May (11.), 2:0, 3:0 Thomas Heinisch (72., 74.).