Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich in einem Haftraum der Schweinfurter Polizeiinspektion. Dort starb am Dienstagmorgen ein Mann, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilte. Offensichtlich hatte er sich das Leben genommen. Das Landeskriminalamt ermittelt jetzt die Umstände. Die Frage ist: Wie konnte das passieren?

In der Nacht zum Dienstag wurde gegen 3.30 Uhr eine Streife der Schweinfurter Polizei in das Ankerzentrum im Kasernenweg gerufen. Der Sicherheitsdienst hatte die Beamten wegen Streitigkeiten zwischen zwei Bewohnern zur Unterstützung angefordert.

Nachdem der Streit geschlichtet werden konnte, wurde die Polizei um 4.45 Uhr erneut alarmiert. Einer der beiden Streithähne, ein 22 Jahre alter Mann aus Somalia, verhielt sich aggressiv gegenüber dem Sicherheitspersonal und wurde von der Streife daraufhin zur Verhütung von Straftaten in Sicherheitsgewahrsam genommen und deshalb in einem Haftraum der Schweinfurter Polizeiinspektion untergebracht.

Gegen 5 Uhr erfolgte der Einschluss. Als gegen 7.30 Uhr ein Beamte den Raum kontrollierte, war der Mann tot. Nach Redaktions-Recherchen hatte sich der Mann erhängt. Sofort wurde versucht, den Mann zu reanimieren, doch die Bemühungen blieben erfolglos.