Bei der Sanierung der 440 Meter langen Domstraße in Rottershausen setzt die Gemeinde auf BayFAG Fördermittel. Deshalb präsentierte Planer Matthias Kirchner den Räten neue Entwürfe für den Ortsteil. Im Wesentlichen zielen die Änderungen auf eine erhöhte Verkehrssicherheit, gestalterische Elemente, die ursprünglich vorgesehen waren, fielen der neuen Richtlinie zum Opfer. Die Anwohner waren im Vorfeld bereits von der Verwaltung und dem Planer informiert worden. Die Kostenberechnung für die Sanierung ohne Kanalarbeiten belaufen sich auf knapp 1,3, mit dem Kanal 1,45 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die zuschussfähigen Kosten auf rund eine Million, meinte Kirchner. Ohne Gegenstimme passierten die Planungen den Gemeinderat.

LED und Imagefilm

Rund 123 000 Euro (netto) kostet die Umstellung von sechs Straßenzügen auf moderne LED-Straßenbeleuchtung. In der Summe ist der Austausch maroder Betonpfeiler gegen Alugestelle bereits eingerechnet. Christine Pfaff von der Bayernwerk Netz GmbH hatte eine Auflistung aller geprüften Leuchten und Pfeiler dem Gemeinderat vorgestellt. Nach kurzer Diskussion stimmten alle Räte für diese - die teuerste und umfangreichste - Variante.

Über Oerlenbach wird im nächsten Jahr ein zwölf Minuten langer Imagefilm gedreht. Der Gemeinderat votierte einstimmig für die Vergabe des Auftrags an TV Mainfranken, die Alternative war ein kurzes (drei Minuten) Ortsporträt.

Preis für Weichholz gesenkt

Den Preis für Weichholz senkte das Gremium auf 20 Euro pro Festmeter, wie es Förster Matthias Lunz gewünscht hatte. Zudem öffneten die Ratsmitglieder den Bezug von Kiefer und Co.: im Oerlenbacher Gemeindeforst dürfen jetzt auch "Auswärtige" einkaufen, eine Obergrenze für den Bezug gibt es nicht mehr.

Der Bauherr darf loslegen: in Eltingshausen schließt er mit seinem modernen Gebäude, das zwei Familien eine neue Heimat geben wird, eine Baulücke. Auf eigene Kosten muss er allerdings den Bildstock auf seinem Grundstück versetzen. Unter den Ratsmitgliedern hatte die moderne Bauweise für Diskussionsstoff gesorgt. Letztendlich stimmten aber alle für den Neubau, dem schon die Nachbarn ihr "placet" erteilten.

Bürgermeister Nico Rogge möchte mit dem Gemeinderat in Klausur gehen. Am liebsten nach Ebrach, wo die Gemeinde auch entsprechende Räume gebucht hat. Die Corona-Krise sorgt auch hier für offene Fragen: sollte der gemeinschaftliche Aufenthalt im Steigerwald nicht möglich sein, will Rogge die Klausur im Gymnastikraum der Hegler-Halle durchführen. Inhaltlich geht es um Grundsatzfragen für die kommenden Jahre, formal um nichtöffentliche Sitzungen des Gremiums.

Nur kurz begründete der Rathauschef die Absage der Bürgerversammlungen. Zum einen erhöht sich die Zahl der positiv-getesteten Menschen beinahe überall, zum anderen überschreitet der Wert im nahen Landkreis Schweinfurt alle Warnstufen. Die Eingaben der Bürger werden in den nächsten Ratssitzungen behandelt, persönliche Anfragen will die Verwaltung prüfen und direkt beantworten.

Investition in die Jugend

Die Diskussion über die Zahl der Jugendbeauftragten befasste sich auch mit grundsätzlichen Rahmenbedingungen der Jugendarbeit in der Gemeinde. Am Ende waren sich die Ratsmitglieder aber einig, dass der scheidende Jugendpfleger viel geleistet hatte, und dass man dem Nachfolger ein ähnlich erfolgreiches Handeln mit den Jugendlichen wünsche. Die jährliche Investition von 25 000 Euro in die Stelle zahle sich auf jedem Fall aus, meinten die Gemeinderäte. Zusätzlich will sich Oerlenbach weiterhin mit der Frage befassen, ob man - um näher an den Jugendlichen zu sein - nicht in jedem Ortsteil einen eigenen Jugendbeauftragten haben sollte, der als Verbindungsglied vermitteln könnte. Ein Beschluss wurde nicht gefällt.

Förderung für Vereine

Die Sport-Vereine können auch in diesem Jahr mit einer Förderung durch die Gemeinde rechnen. Allerdings errechnet sich die Zahlung nach einem anderen Schlüssel als in den Vorjahren. Oerlenbach überweist 2020 die halbe Differenz zwischen dem Zuschuss des Freistaates und dem des Kreises: in der Summe erhalten die Vereine mehr Geld. Die Änderung war notwendig, weil Bayern seinen Zuschuss wegen der Pandemie verdoppelt.

Den "sportlichen Teil" des umgebauten Vereinsheims in Eltingshausen bezuschusst Oerlenbach mit dem vorgegebenen Anteil von zehn Prozent, allerdings zahlt der Gemeindesäckel nicht mehr als 13 000 Euro - das entspricht einem Zehntel der Gesamtkosten.

EDV für die Schule

Zwei Laptops und weitere 20 Tablets erhält die Mittelschule in Oerlenbach über die staatliche Förderung SoLe. Die EDV soll als Leihgeräte an Kinder gegeben werden, deren eigene digitale Ausstattung nicht den Anforderungen entspricht.

Über 1000 Euro kann sich der Asylkreis in Ebenhausen freuen. Die Bayerwerk Netz GmbH überreichte der Gemeinde für soziale und kulturelle Zwecke die Summe, im Gemeinderat herrschte Einigkeit über die Vergabe.

Der "alte Beamer" hatte in der Sitzung wieder seine Macken gezeigt, die Gemeinde möchte ein neues Gerät für den Sitzungssaal kaufen, bisher ist allerdings erst ein einziges passendes Angebot eingegangen.