Bad Kissingen
Stadtfest

Rakoczy-Fest Bad Kissingen: Rakoczy badet wieder in der Menge

Gedränge in den Gassen, feiernde Menschen und ein volles Programm mit Bad Kissingens bekanntesten Kurgästen:Zum Rakoczy-Fest am letzten Juli-Wochenende sollen dieses Jahr wieder Zehntausende in der Badestadt feiern.
Namensgeber Fürst Ferenc Rákóczi lädt wieder zum Kissinger Stadtfest ein. Foto: Benedikt Borst/Archiv
Namensgeber Fürst Ferenc Rákóczi lädt wieder zum Kissinger Stadtfest ein. Foto: Benedikt Borst/Archiv
+1 Bild
}

Festball, historischer Umzug, Lichterspektakel "Saale brennt", Gassen voller feiernder Menschen und überall Livemusik auf den Bühnen: All das soll es in diesem Jahr wieder geben. Nachdem es in den vergangenen beiden Jahren pandemiebedingt nur ein kleines Veranstaltungsprogramm als Ersatz gegeben hatte, findet das Rakoczy-Fest 2022 wieder normal statt. "Wir sind total happy, dass die rechtliche und pandemische Lage ein vollwertiges Rakoczy-Fest zulässt", sagt Organisator Thomas Lutz.

Das Rakoczy-Fest findet am letzten Juli Wochenende, vom 29. bis 31. Juli, statt. 70.000 bis 80.000 Besucher zieht es an drei Tagen in die Kurstadt, die mit dem Stadtfest die Wiederentdeckung der Rakoczy-Quelle 1737 und seine Vergangenheit als Weltbad feiert.

Nach derzeitigem Stand werden keine coronabedingten Sicherheitsauflagen benötigt, es gilt daher das vor der Pandemie bestehende Sicherheitskonzept. "Es soll ein Fest werden, bei dem man entspannt in der Menge feiern kann und bei dem Sicherheit an vorderster Stelle steht", betont er.

Das Veranstalter-Team von Stadt und Staatsbad Bad Kissingen hat in den vergangenen Wochen bei Vereinen, Gastronomen und anderen Partnern die Bereitschaft abgefragt, sich an dem Fest zu beteiligen. "Die Resonanz ist durch die Bank positiv, wenn gleich sich bei manchen die wirtschaftliche und finanzielle Lage verändert hat, so dass sie absagen mussten", berichtet Organisator Bruno Heynen von der Staatsbad GmbH. Aber: "Die verschiedenen Bereiche können alle wieder bespielt werden." Das heißt, die Straßen, Gassen und Plätze im Altstadtkarree werden wie gewohnt bewirtet und mit Livemusik bespielt. Auch Plätze außerhalb wie Theaterplatz, Europawiese und Spielbank werden mit Angeboten versorgt. Welche Bands wann und wo auftreten, steht derzeit noch nicht fest - das Programm ist am entstehen.

Die Veranstalter haben einige Veränderungen angedacht. Die in den Pandemiejahren entwickelten Führungen mit den historischen Persönlichkeiten waren so erfolgreich, dass es sie weiter geben wird. Beim historischen Festzug am Sonntag wird der Streckenverlauf für dieses Jahr verändert. Grund ist die geänderte Verkehrssituation wegen der Baustelle Garitzer Kreuzung/Westring. Der Bereich zwischen Hemmerichstraße und Ostring wird für den Besucherverkehr benötigt, der Umzug soll deshalb dieses Areal meiden. "Wir werden die Route verschieben. Es gibt eine stärkere Konzentration auf das Stadtzentrum. Der Festzug wird dadurch aber nicht kürzer", verspricht Lutz.

Verein sucht Ersatz für Zar Alexander

Die größten Veränderung betrifft die Medienwiese gegenüber des Rosengartens, die künftig unter ihrem normalen Namen Europawiese im Festprogramm zu finden sein wird. Die Bewirtung dort ändere sich, ein neues Konzept werde aktuell erarbeitet. Auf der Wiese befand sich in den vergangenen Jahren immer auch ein Kinderbereich. Der Anbieter könne in diesem Jahr nicht teilnehmen, es werde aber nach Ersatz gesucht.

Ob dieses Jahr Zar Alexander II das Rakoczy-Fest besucht, ist noch unklar. "Der langjährige Darsteller Norbert Feineis hat sich zur Ruhe gesetzt", sagt Heynen. Einen Nachfolger hat der Förderverein noch nicht gekürt, Ziel sei es, die Rolle gut und langfristig zu besetzen.

Die üblichen Programmhöhepunkte wie das Lichterspektakel "Saale brennt", die Vorführung der Reiterquadrille im Kurpark, der Festball im Regentenbau mit Gläserpolonaise durch den Kurgarten und die Autogrammstunde mit den Historischen Persönlichkeiten finden wie gewohnt statt. Das Abschlussfeuerwerk ist laut Lutz noch nicht fix, aber in Planung. 2020 hätte eigentlich das 70-jährige Bestehen des Festes gefeiert werden sollen. In welcher Form sich das Jubiläum dieses Jahr wieder findet, wollen die Veranstalter noch nicht verraten.

Die Eintrittspreise bleiben unverändert bei fünf Euro für das ganze Wochenende. Der Eintritt wird vor allem über Bändchen kenntlich gemacht, in gewissem Umfang sind laut Heynen aber auch Rakoczy-Pins für Sammler erhältlich.

Aus den Partnerstädten Vernon und Eisenstadt haben sich Delegationen angekündigt. "Sie werden wieder das Weindorf am Rathausplatz beleben. Ich bin beruhigt, dass wir ein super Fest erleben", sagt Lutz. Die Vorfreude ist da.