Momentan reisen Cindy Schemmel und Markus Lieberknecht vom Übertragungsnetzbetreiber Tennet in Unterfranken und Osthessen rauf und runter. Die Mission der Öffentlichkeitsarbeiter: potenziell Betroffenen vor Ort die geplante Höchstspannungsleitung P43 vorstellen. Wie schon bei Südlink formt sich Widerstand.

Die Fulda-Main-Leitung (P43) stellt ein Großprojekt dar. 130 Kilometer Luftlinie soll sie überbrücken zwischen Mecklar (Hessen) und Bergrheinfeld-West im Landkreis Schweinfurt. Eine 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung, die auf 65 Meter hohen, mächtigen Masten ruht. Diese stehen 350 bis 400 Meter voneinander entfernt.

Da es sich bei der transportierten Energie um Wechselstrom handelt, kann die Leitung nicht unter die Erde, sagt Schemmel, - zumindest nicht auf größeren Strecken. Die Freileitung wird die Landschaft prägen - zumal links und rechts der Masten je 35 Meter Schutzbereich frei zu halten sind. "Die Frage ist nicht, ob die Leitung möglich ist, sondern wie sie es wird", sagt Lieberknecht.

Bisher besteht ein "Untersuchungsraum" mit zwei Abschnitten. Der eine zwischen Mecklar und Dipperz östlich von Fulda, rund 25 Kilometer breit, der zweite zwischen Dipperz und Bergrheinfeld.