Zusammengefunden hatten sich die Wehrleute aus Reichenbach und Windheim sowie die Mitglieder der Reichenbacher Freiwilligen Feuerwehr im neuen Gerätehaus, um ihre Jahresversammlung zu halten. Vorsitzender Dominik Bieber gab einen Rückblick auf die Veranstaltungen und auf die in die Tausende gehenden Eigenleistungs-Arbeitsstunden. Dabei sprach er allen Lob und Dank aus. Kassier und Schriftführer Fabian Nöth berichtete von einem positiven Kassenstand. Und das trotz der erhebliche Vereinsmittel, die in die Ausstattung des neuen Gerätehauses eingeflossen waren. Von der Versammlung gab's einstimmige Entlastung.

Auf dem Terminplan 2016 steht als nächstes das bei den Kindern so beliebte Ostereiersuchen am Samstag, 26. März. Als Höhepunkt ist für das Wochenende vom 6. bis 8. August die Einweihungsfeier für das neue Gerätehaus mit einem vielfältigen Rahmenprogramm vorgesehen.


Die Kinder früh einbinden

Besprochen und ohne Gegenstimme angenommen wurde auch eine Satzungsänderung mit der Festlegung, dass Kinder bereits ab dem ersten vollendeten Lebensjahr beitragsfrei Mitglied werden können, damit sie in der Kinderfeuerwehr frühzeitig und spielerisch an die Feuerwehr und ihren Aufgaben herangeführt werden können. Viel Raum nahm in der Versammlung eine angedachte Erhöhung des Mitgliedbeitrages ein.

Kommandant Manuel Gessner erinnerte in seinem Bericht daran, dass vor einem Jahr die Fusion der Löschgruppen Reichenbach und Windheim erfolgt sei und diese sich sehr gut entwickelt habe. Die Mannschaftsstärken betragen in Reichenbach 37 Wehrmänner, zwei Wehrfrauen), in Windheim 24 Wehrleute; jeweils sieben sind ausgebildete Atemschutzträger.


22 Mal ausgerückt

Viermal mussten die Wehren zu Brandeinsätzen und elfmal zu technischen Hilfeleistungen ausrücken, dazu kamen sieben weitere Einsätze. Dabei wurden insgesamt 370 Einsatzstunden geleistet. Als Sicherungstrupps waren Wehrleute zu den Brandcontainer-Übungen "Holz" abgestellt worden. Auch wurden bei Ausbildungen zu Leistungsprüfungen, Atemschutzübungen und der notwendigen Funkausbildung die Fähigkeiten und Einsatzbereitschaften der Wehren weiter voran gebracht.

Für die Jugend-Feuerwehr erstattete stellvertretender Kommandant Christian Nöth den Bericht. So bilden sieben Jugendliche (davon zwei Mädchen) aus Reichenbach und sechs (davon ein Mädchen) aus Windheim die Jungendwehr, die sich zurzeit in Ausbildung befindet. "Mit dieser engagierten und starken Truppe kann vieles angegangen werden. Wir können stolz auf die jungen Leute sein", meinte Nöth. Zweimal waren die jungen Wehrleute an Jugend-Berufsfeuerwehrtag beteiligt. Beim Feuerwehr-Wettbewerb konnte ein guter Platz belegt werden.


Die Werbetrommel rühren

Weil jedermann im Notfall sich auf die Feuerwehr verlassn wolle und sich Hilfe von dort verspreche, sei es notwendig, stets die Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit des Nachwuchses aufmerksam zu machen. "Schickt eure Jugend zur Feuerwehr!" stellte deshalb Christian Nöth als Aufruf an das Ende seines Berichtes.


Erfolgreicher Zusammenschluss

2. Bürgermeister Michael Kastl ging in seinem Grußwort auf die zurückliegenden, enormen Leistungen der Reichenbacher Feuerwehr als Wehr und Verein ein, wo sich die Mitglieder in vorbildlichster Weise bei Bau und Einrichtung des Feuerwehr-Gerätehauses engagiert hatten. Besonders freue es ihn, dass der Zusammenschluss der beiden Nachbar-Wehren sich so erfolgreich gestaltet hat. Auch die Beschaffung des Ersatz-Löschfahrzeuges konnte dank der Mitarbeit der Reichenbacher Wehrleute schnell und gut verwirklicht werden. "Gute Gespräche und produktiver Meinungsaustausch haben zum Wohle der Einsatzbereitschaft für die Bevölkerung beigetragen." Allen, die sich in den Dienst der Freiwilligen Wehren stellten, sagte Kastl ein großes Dankeschön.
Ein Grußwort sprach auch Frauen-Beauftragte Birgit Below; ihr ganzes Werben und Streben gelte dabei immer der vermehrten Hinführung von Mädchen und Frauen zum Feuerwehrdienst. Jede und jeder werde gebraucht. Auch wenn der Anfang manchmal schwierig sei, seien Frauen in den Wehren ein Pluspunkt. "Nur wer von sich selber überzeugt ist, kann auch andere überzeugen!" sagte sie und verwies auf die im Herbst stattfindenden große Werbeaktionen.

Auch der scheidende KBI Edwin Frey und KBM Guido Schneider dankten den Reichenbacher und Windheimer Wehrleuten für ihr Engagement. Mit einer Bilderschau auf das zurückliegende arbeitsreiche Jahr der Bauphase des Gerätehauses endete die Versammlung.