Rund 20 000 Euro hat die Stadt Münnerstadt in den letzten eineinhalb Jahren nur in die Restaurierung der Friedhofsmauer in Burghausen gesteckt. Dabei wurde aber nicht einmal die gesamte Mauer wieder instandgesetzt, sondern nur die Bereiche, die akut einsturzgefährdet waren. Teile der Bruchstein-Mauer in Richtung Weinbergweg waren regelrecht unterspült worden. Deshalb wurde auch der Graben hinter dem Friedhof ausgebaggert und von Bewuchs befreit. Demnächst soll der Hang noch angeböscht werden.

Der Friedhofsreferent des Stadtrates, Klaus Schebler, ist froh, dass die Mauer nun weitgehend stabil ist. Gleichzeitig kündigte er aber an, dass ab Herbst weitere Arbeiten anstehen.

Bei einem Ortstermin erläuterte er Bürgermeister Helmut Blank, was im nächsten Schritt zu tun ist. Teile der historischen Friedhofsmauer sind von Efeu umrankt. Das sieht schön aus und sei auch gut für die Natur, erklärt Schebler. Bloß für die alte Mauer sei der Bewuchs alles andere als geeignet. "Die Wurzeln bohren sich komplett durch die Mauer hindurch." Dort, wo das passiert, wird die Mauer auf Dauer instabil. Deshalb soll das Efeu im Herbst auch entfernt werden, kündigt Schebler an. Erst danach wird erkennbar, ob weitere Schäden vorhanden sind. Schebler rechnet damit, dass in den nächsten zehn Jahren immer wieder Ausbesserungsarbeiten anstehen.

Die Arbeiten an der Burghäuser Friedhofsmauer waren mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Die Tatsache, dass weitgehend alle Einfriedungen der Münnerstädter Gottesäcker historische Mauern sind, erschwert und verteuert die Instandhaltungen. Klaus Schebler erklärt, dass für einen längeren Zeitraum eigentlich pro Jahr rund 100 000 Euro im Haushalt stehen müssten, um die Friedhofsmauern alle instand zu setzen. Denn die Burghäuser Probleme gibt es in anderen Begräbnisplätzen im Stadtgebiet ebenfalls. Ausbesserungsarbeiten an der Friedhofsmauer sind in jüngster Zeit auch in Fridritt gelaufen. Zudem erläutert Schebler, dass aktuell Friedhofstore in Münnerstadt, Fridritt und Kleinwenkheim erneuert bzw. restauriert werden. Bürgermeister Helmut Blank befürwortet die Investitionen. Der Unterhalt von Friedhöfen sei aufwendig, erklärt er.

An Arbeiten wie in Burghausen sei zu erkennen, weshalb die Gebühren für die Friedhöfe so hoch sind, ergänzt Klaus Schebler.