Diesen Beschluss hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gefasst. Damit fand ein Antrag der Stadträte Klaus Schebler (Neue Wege) und Michaela Wedemann (CSU) eine Mehrheit. Gleichzeitig soll die Stadtverwaltung prüfen, wie Kultourismus in Zukunft arbeiten kann - in Eigenregie oder als Regiebetrieb.
Die Rückführung soll zum 1. Januar 2018 vorbereitet werden. Das bedeutet auch, dass bis zum Jahresende 2017 Kultourismus als Kommunalunternehmen geführt wird. Aufgrund dieses Beschlusses wurde auch keine geplante Satzungsänderung mehr vorgenommen. Diese hatte vorgesehen, dass es künftig zwei Vorstandsmitglieder geben wird. Jetzt arbeitet Kultourismus bis Ende 2017 weiterhin mit einem Vorstand.
Kritisch hatte zuvor die Opposition den Antrag gesehen. Wunsch der Opposition war es, dass die Unternehmenssatzung für das Kommunalunternehmen geändert wird und Reformen im Kommunalunternehmen entwickelt werden. Dritter Bürgermeister Axel Knauff sprach in diesem Zusammenhang von Machtpolitik. "Wir gucken uns die Zahlen an, wir machen Sacharbeit", ergänzte Knauff. Für Klaus Schebler dagegen ist die Rückführung der richtige Schritt für einen Neuanfang


Beirat kommt

Durchsetzen konnte sich die Opposition mit dem Wunsch, trotz der beschlossenen Rückführung für die letzten 15 Monate einen Beirat für das Kommunalunternehmen zu installieren. Es fand sich eine breite Mehrheit für die Bildung.
Aber schon bei den Formalitäten gingen die Meinungen wieder auseinander. Andreas Trägner (Freie Wähler) hatte einen Vorschlag der Opposition parat, wie sich das Gremium zusammensetzen könnte. Das wiederum gefiel dem Bürgermeister nicht. Schließlich einigte man sich, dass die Verwaltung Modalitäten für die Zusammensetzung des Beirates erarbeitet und nach Personen sucht, die dort mitarbeiten.
Rückführung bedeutet, dass die Mitarbeiter von Kultourismus dann wieder direkt der Stadtverwaltung unterstehen. Ob diese Form dann dauerhaft so gewählt wird oder sich eine andere findet, das muss in den nächsten 15 Monaten geklärt werden. Auch der noch zu gründende Beirat soll seine Vorstellungen mit einbringen können, welche Aufgaben Kultourismus künftig wie erfüllen soll.