Nach der Aussaat Anfang April kommt jetzt die spannende Zeit, ob das Wetter während der Blüte passt. Denn nur, wenn es genügend regnet und feucht ist, bilden sich ausreichend Fruchtstände bei der Ackerbohne. "Wir haben zu diesem Zeitpunkt bereits das zweite Mal gehackt, beim ersten Mal vor circa drei Wochen waren die Ackerbohnen gerade aufgelaufen", erklärt Naturlandwirt Andreas Petsch aus Münnerstadt. "Gehackt wird mit einer sechs Meter breiten Hackmaschine von einer Maschinengemeinschaft, um die Beikräuter zu entfernen."

Die gemeinschaftliche Nutzung von Maschinen verringert die Betriebskosten jedes einzelnen Landwirtes. Der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel bedeutet Mehraufwand für den Landwirt in der Pflege der Felder. Damit die Hackmaschine überhaupt fahren kann, mussten die Ackerbohnen der Sorte Julia eigens mit einem Einzelkornsägerät auf 50 Zentimenter Reihenabstand gesät werden.

Keine Unkrautvernichtungsmittel

Naturlandwirt Andreas Petsch und Geschäftsführer der Steinmühlhof GbR hat dieses Jahr 20 Hektar Ackerbohnen angebaut. "Die mechanische Pflege ist im Ökolandbau wichtig, da ja keine Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt werden", betont Petsch.

Die Familie Petsch sind schon seit 30 Jahren Biobauern und haben beim Anbau von Leguminosen (Hülsenfrüchtler) wie Erbsen, Bohnen, Linsen jahrelange Erfahrungen. Da sie auf ihren 200 Hektar Anbaufläche viehlos arbeiten, sind sie auch auf die Düngewirkung der Leguminosen angewiesen.