Obgleich die Stadt damit rechnen muss, dass es einen neuen Bürgerentscheid zum Hallenbad geben wird, will Bürgermeister Helmut Blank den Abriss des Hallenbades nach eigenen Angaben "mit Hochdruck" vorantreiben. Unter Hochdruck ist nicht nur die planerische Vorbereitung zu verstehen, sondern bereits praktische Arbeiten direkt vor Ort. So hat der städtische Bautrupp den Bewuchs am Hallenbad zurückgeschnitten - das sind Arbeiten, die bis Ende Februar erledigt sein müssen.

Des Weiteren lässt Helmut Blank derzeit auch im Hallenbad erste vorbereitende Arbeiten zum Hallenbadabbruch tätigen. Was möglich ist, wird ausgeräumt und entsorgt, bestätigt der Bürgermeister.

Als Grund für diese Arbeiten nennt Blank die drängende Zeit. Denn laut seiner Aussage muss der Abbruch des Hallenbades bis zum 31. Dezember 2019 komplett über die Bühne gegangen sein, um die von der Regierung von Unterfranken zugesicherten Zuschüsse zu erhalten. "Wir brechen ganz normal ab", erklärt Blank.

Kommt der Bürgerentscheid?

Gestoppt werden kann der Abriss jetzt nur noch über das vergangenen Samstag angelaufene Bürgerbegehren. Finden sich ausreichend Unterstützer, kann der Bürgerbadverein das Begehren bei der Stadt einreichen. Ab diesem Zeitpunkt würde der Abriss gestoppt. In der Stadt müsste die Zulässigkeit des Begehrens geprüft werden. Ist diese gegeben, kommt der Bürgerentscheid. Schätzungen gehen davon aus, dass der Bürgerentscheid nicht vor Juli 2018 stattfinden wird.

In der jüngsten Stadtratssitzung fragte Stadtrat Jürgen Eckert (CSU) an, wie hoch die Kosten für das Hallenbad-Bürgerbegehren 2016 gewesen waren. Die Summe betrug 20 000 Euro, so geschäftsleitender Beamter Stefan Bierdimpfl.eik