Dies beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Dafür ist es nicht möglich, die Altstadt in das städtische Revitalisierungsprogramm für Alt- und Innenorte aufzunehmen. Dies hatte die Regierung von Unterfranken der Stadt mitgeteilt. Es bestünde sonst die Gefahr einer Doppelförderung
Erarbeitet wurde deshalb ein Förderprogramm für die Altstadt, in dem Anreize beim Kauf von Immobilien geschaffen werden. Wie Michael Kastl erläuterte, würde ein Erwerb gefördert, wenn der Käufer die Immobilie selbst für Wohnzwecke nutzt. Damit wolle man die Belebung der Innenstadt fördern. "Vielleicht bekommen wir dann die Leerstände besser in den Griff."


Alle gleichgestellt

Stadtrat Leo Pfennig hatte Bedenken, dass damit die Bürger aus den Stadtteilen bei Modernisierungen von Häusern im Altortsbereich besser gestellt sind als diejenigen, die in der Kernstadt investieren. Das sei nicht der Fall, betonte Dag Schröder. Die Stadt Münnerstadt hat sich nach Mitteilung von Bürgermeister Helmut Blank nochmals am Mittwoch von der Regierung von Unterfranken bestätigen lassen, dass die Förderprogramme in der Altstadt jetzt so sind, dass die Fördermöglichkeiten für Innenstadt und Ortsteile gleich gut sind. In der Innenstadt könnten unter bestimmten Voraussetzungen sogar zusätzlich Investitionen über die Einkommenssteuer angerechnet werden.
Allerdings gibt es in den Förderprogrammen einen qualitativen Unterschied, wie Dag Schröder erwähnte. Es ist die Gestaltungssatzung, die in der Altstadt gewisse Regeln vorgibt. Das ist in den Dörfern anders. Die Optik spielt dort bei der Modernisierung keine Rolle. "Da kommen mir manchmal die Tränen", so Schröder.


Stadtumbau geht weiter

Zugestimmt hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung der Fortschreibung des Städtebauförderprogrammes "Stadtumbau West". Im kommenden Jahr wird eine Investitions-Summe von 1,09 Millionen Euro angemeldet, 2018 sind es 2,3 Millionen Euro, 2019 2,2 Millionen Euro sowie 2020 2,1 Millionen Euro.
Wesentliche Investitionen 2017 sind neben dem Hallenbadabbruch ein Realisierungswettbewerb zur Gestaltung des Marktplatzes, der Hauptstraße sowie die Fußgängerspange und innenstadtnahes Parken im Klosterhof.
An privaten Maßnahmen sind das Reißmannshaus sowie das Anwesen am Anger 5 eingestellt. Das Projekt "Schweiz" am Marktplatz fehlt, weil ein Finanzierungsplan noch fehlt, erläuterte Bürgermeister Helmut Blank auf Anfrage von Stadtrat Dieter Petsch (Forum aktiv). Sobald ein Finanzierungskonzept vorliegt, könnte das Projekt mit aufgenommen werden, hieß es.


Investitionen in Maria Bildhausen

Aufgenommen in das Städtebauförderprogramm wurde auch Maria Bildhausen. Ab dem Jahr 2018 soll in zwei Etappen der Platz vor dem Abteigebäude hergestellt werden. Gesamtkosten: 950 000 Euro. Die Stadt ist Träger des Projektes und finanziert auch die Umgestaltung. Im günstigsten Fall erhält die Stadt dafür eine Förderung in Höhe von 80 Prozent.