Hinter dem Feuerwehrgerätehaus in Ebenhausen da liegt es, das neue Wohngebiet. Noch ist es völlig unscheinbar, doch hier sollen zehn bis zwölf Baugrundstücke, also ein kleines Wohngebiet entstehen. Die Grundstücke werden wohl zwischen 500 und 800 Quadratmeter groß sein und sollen junge Familien anlocken.

Der Oerlenbacher Gemeinderat diskutiert aber noch über die genauen Bauvorgaben und die Gestaltung.
Generell hat der Gemeinderat eine liberale Haltung zu Bauvorhaben. Dennoch kann nicht alles erlaubt werden. Es muss sich immer die Waage halten.

Wie viel Freiheit ist gut?

"Man muss sich im Klaren sein, dass eine Festsetzung Konfrontationen hervorruft", sagte Bürgermeister Franz Kuhn (CSU) in der Gmeinderatsstitzung. Auf der anderen Seite könne zu viel Freiheit bei der Gestaltung des Hausbaus ein "wildes Bild" entstehen lassen.

Es gilt einiges zu klären bei den Vorgaben. Darf ein Bungalow neben einer anderen Hausform stehen? Wie viel Stockwerke dürfen die Häuser haben? Welche Farben sind erlaubt? Welche Dachformen sind gewünscht? Wie sinnvoll ist der angedachte Wendehammer?

"Ein Wendehammer kostet mit Sicherheit viel Geld", sagte Manfred Greubel (FWG). Er machte den Vorschlag, gleich an die Straße, die zum Feuerwehrhaus führt, anzuschließen. Allerdings geht das nicht ohne Weiteres. Denn das Grundstück an dieser Straße gehört nicht der Gemeinde. So müsste sich der Besitzer an den Kosten beteiligen.

Manfred Greubel bemängelte außerdem, dass es sich bei den vorläufigen Plänen, um veraltete handele. Dem hielt Architekt Johannes Hahn entgegen: "Was damals richtig war, ist heute immer noch richtig." Für die damalige Zeit, sei das Projekt "wegweisend geplant" worden.
Gleich mehrere Räte sprachen sich dafür aus, die liberale Haltung in Sachen Bauvorgaben beizubehalten. "Wir sollten die Bebauung so frei wie möglich zulassen", sagte beispielsweise Andreas Schmitt (BBO).

Weniger Parkplätze

Oerlenbachs Bürgermeister stören bei der ersten Planung die vielen Parkplätze. "Die Anlieger müssen Stellplätze auf den Grundstücken haben", sagte er. Fünf oder sechs zusätzliche Parkplätze würden ausreichen.

Vorgaben fürs Dach

Archtiekt Hahn hatte bereits eine klare Vorstellung von den Dachformen, die zugelassen werden sollen: "Ich würde bei einstöckigen Häusern ein steiles Dach zulassen und bei zweistöckigen die flachere Variante wählen." Auch solle man überlegen die Farbvarianten der Hauswände und Dachziegel einzuschränken.

Das ging Andreas Schmitt jedoch zu weit. "Wir wollen frei bauen lassen und jetzt machen wir schon wieder Beschränkungen", mahnte er. Kuhn räumte ein, dass man gewisse Festlegungen machen müsse. Der Gemeinderat einigte sich darauf, einen neuen Planungsauftrag an Architekt Hahn zu vergeben und die Details nach dessen Ausarbeitung zu klären.