Mit der abschließenden Kostenrechnung sind nun auch ganz offiziell die umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen an der Mauer der Marienkirche im Staatsbad abgeschlossen.
"Mit rund 80 000 Euro schlägt das Projekt zu Buche", gibt Katrin Hartmann von der Immobilien Freistaat Bayern Auskunft. Sie leitet die Regionalvertretung Unterfranken bei dem Staatsbetrieb.
Die Bauleitung, Koordination und Abwicklung der Arbeiten, die sich vor Ort von Oktober 2015 bis April 2016 erstreckten, hatte das Staatliche Bauamt Schweinfurt übernommen.
"Eine Teilfläche der Bruchsteinaußenschale und der Bindersteine im Bereich der Stützmauer musste aufgrund von armdicken Wurzeln saniert werden", beschreibt Hartmann die Ausgangslage. Dafür habe man die schadhafte Stelle vorsichtig gelöst und gezielt abgebaut. Im Anschluss sei der statische Verbund mit der Verzahnung der Bruchsteine wiederhergestellt worden.


Keine neuen Bäume

Zusätzlich ist in dem geschädigten Bereich durch Betonkissen hinter der Mauer die nötige Auflast eingebracht worden, um den anstehenden Erddruck wieder aufnehmen zu können.
Der Materialeinsatz war nicht unerheblich. Neu geliefert wurden beispielsweise 15 Kubikmeter Sand, 162 Sack Trasszement, vier Kubikmeter Sandstein, 24 Kubikmeter Humus, 18,8 Tonnen Schotter und 61 Sack Fugenmörtel.
Nach Abschluss der Arbeiten hat man die angrenzenden Wiesen wieder in ihren Urzustand versetzt. Neue Begrünungen oder Bäume wird es aber nicht geben. "Für eine langfristige Vermeidung von Bauschäden an der Stützwand ist es sinnvoll, keinen Bewuchs unmittelbar an oder auf der Stützmauer zu pflanzen", so Katrin Hartmann.
"Das Werk ist gelungen und auch optisch sehr beeindruckend", stellte Kurdirektorin Andrea Schallenkammer fest. Sie freut sich, dass wieder eine der aktuell laufenden Baumaßnahmen im Staatsbad erfolgreich abgeschlossen wurde.