Gute Nachrichten für Bad Bocklets Bürgermeister Wolfgang Back (CSU): Das Labor L+S in Großenbrach will expandieren und in den nächsten beiden Jahren einen neuen Laborkomplex errichten sowie bis zu 200 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. "Für uns ist L+S ein wichtiger Betrieb. Für uns ist es von Bedeutung, dass sie hier ihren Standort stabilisieren", sagt Back.

Das Unternehmen gehört zu den großen Steuerzahlern der Marktgemeinde.
"Wenn wir beispielsweise L+S und DT-Shop nicht hätten, könnte sich der Markt finanziell nicht bewegen", meint der Bürgermeister.

Paradoxerweise wird der Markt laut Kämmerer Patrick Könen zunächst auf Einnahmen verzichten. "Kurzfristig werden die Gewerbesteuereinnahmen niedriger ausfallen", schätzt er. Das Labor L+S werde die Investitionen stückweise abschreiben und deshalb weniger Steuern an die Marktgemeinde zahlen. Die langfristige Entwicklung wiege das problemlos wieder auf, weil die Steuerkraft insgesamt wachse. Noch wichtiger seien aber die entstehenden Arbeitsplätze. "Dadurch haben wir die Möglichkeit, junge Familien anzusiedeln", sagt Könen.

Das sieht der Bürgermeister ähnlich: Zwar würden nicht alle Familien nach Bad Bocklet ziehen, sondern sich auch in der Region verteilen. "Wir haben aber eine ganze Reihe junger Familien, die in Bad Bocklet wohnen", schildert Back. Ihn stimmt die Aussicht optimistisch, dass L+S auf lange Sicht Kapazitäten für insgesamt 500 neue Arbeitsplätze bereit stellen möchte. Back möchte möglichst viele Familien in dem Markt halten. Dazu setzt er auf ein Familienförderprogramm, wonach Bad Bocklet Familien mit Kindern bezuschusst (drei Euro je Kind pro Quadratmeter), wenn sie ein Grundstück kaufen. Nach seinen Angaben sei es außerdem möglich, dass neue Wohngebiete etwa in Großenbrach und Steinach ausgewiesen werden.