Die Deutschen werden immer älter aber nicht unbedingt gesünder. Das bedingt einen deutlichen Anstieg von degenerativen Gelenkerkrankungen und Folgen von Knochenbrüchen. Auf diese Entwicklung hat die Frankenpark-Klinik schon vor Jahren reagiert. Mit einer geriatrischen Abteilung, die nun für 200 000 Euro aufgerüstet wurde.

Entstanden sind neue, patientengerechte Aufenthaltsräume. Auch die Medizinische Trainingstherapie für diese spezielle Patientengruppe wurde erweitert. Grund genug für eine kleine Feierstunde mit Segnung der neuen Räume.


Keine Sorge um die Zukunft

Um die Zukunft der Klinik ist Ärztlicher Direktorin Dr. Bianca Herrmann nicht bange. "Es gibt eine Unmenge an operativen Eingriffen, die nachversorgt werden müssen." Und dafür eigne sich am besten der stationäre Aufenthalt in einer Reha- beziehungsweise AHB-Klinik, der eine interdisziplinäre und ganzheitliche Behandlung ermögliche. Gerade die Betreuung älterer Patienten bedeute für das medizinische Personal, sich täglich auf neue Situationen einzustellen: "Zur Geriatrie gehört jede Menge Geduld und Empathie, die wir den Patienten entgegenbringen müssen", betonte die Ärztliche Direktorin.

Eigentümer und Betreiber der Frankenpark-Klinik ist die Kanzlei für Wirtschafts- und Unternehmensberatung im Gesundheitswesen mit Sitz in Bonn. Deren Geschäftsführer Thorsten Ostermann ging auf die Geschichte des Hauses ein, das heuer seinen 100. Geburtstag als Klinik feiern kann.

Einst Militär-Hospital wurde das Haus nach langem Leerstand 1974 von dem Würzburger Investor Rudi May von Grund auf saniert und wieder in Betrieb genommen. Zu einer Zeit, als die Versicherungsträger durch ganz Deutschland tourten, um freie Reha-Betten zu finden.

Die Wende für den Bereich Kur und Rehabilitation brachte das Gesundheitsreformgesetz von 1996 mit seinen Einschränkungen im Bereich Kur und Reha, das letztlich dazu führte, dass die Klinik erneut leer stand. Eine Chance für einen Neustart versprachen sich die Eigentümer im Bereich Orthopädie.

Um den Anforderungen auch für Anschlussheilbehandlungen gerecht zu werden, musste die Klinik erneut erhebliche Umbauten über sich ergehen lassen. Außerdem war das Personal zu schulen.


Dem Markt Rechnung getragen

"2004 hat die Klinik dem Markt Rechnung getragen und sich Patienten geöffnet, die außer orthopädischen Erkrankungen weitere medizinische Probleme haben", sagte Thorsten Ostermann. Die Frankenpark-Klinik etablierte eine kleine geriatrische Station. Wie zuvor Dr. Herrmann betonte auch Ostermann: "Der Bedarf im Bereich Geriatrie nimmt zu."

Inzwischen stehen 44 der 180 Betten der geriatrischen Abteilung zur Verfügung. "Das passt zur Marktsituation und zu dieser Einrichtung", betonte Ostermann. Wobei er gleichzeitig prognostizierte, dass das nicht die letzte Veränderung im Indikationsspektrum der Klinik gewesen sein wird.

Die Abteilung hat sich etabliert

"Die Abteilung hat sich etabliert und genießt einen guten Ruf", sagte d
ie Chefärztin Geriatrie, Eyelyn Müller-Bödefeld. Bei laufendem Betrieb sei man mit der Abteilung in den 3. Stock der Klinik umgezogen, nachdem die bisher ungenutzte Räume ausgebaut worden waren.
Den beiden Kurseelsorgerinnen Ursula Summa und Claudia Weingärtler war es anschließend vorbehalten, Gottes Segen für die neuen Räume und die Patienten zu erbitten.