Viele Bürger würden sich über ein Gewerbegebiet, zumindest einen Lebensmittelmarkt in der Marktgemeinde freuen. Wie ist Ihr Standpunkt dazu?
Johannes Krumm: Ich werde alle mir möglichen Anstrengungen unternehmen, um hochqualifizierte Arbeitsplätze in die Region zu bekommen. Um unserer Jugend eine Perspektive hier vor Ort bieten zu können. Wenn ein Investor gefunden ist, werde ich die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Bürgerversammlung informieren und gemeinsam Pro und Contra diskutieren. Insgesamt muss speziell aus dem betroffenen Ort eine große Mehrheit dahinterstehen, sonst werde ich das Projekt nicht weiterverfolgen. Ich möchte Politik mit und für die Bürger machen. Ebenso verhält es sich mit der Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes.
Brach liegt das Kugelfischer-Gelände. Und so manchem Ortskern würde eine Belebung gut zu Gesicht stehen. Welche Pläne haben Sie diesbezüglich?
Mein aktueller Wissensstand zu dem Thema ist, dass die Firma Schaeffler das Werk nur komplett verkauft. Hier muss ein passender Investor gefunden werden, der das Werk wieder mit Leben füllt. Eine Industrieruine mitten im Ort wäre eine Katastrophe.
Die Trimburg und das Saaletal sind kulturelle wie touristische Juwele. Wie lassen sich Vermarktungs-Potenzial und ökologische Nachhaltigkeit in Balance bringen?
Die Trimburg gilt es auf jeden Fall weiter zu fördern und den herzlichen Charakter durch die Bewirtung der umliegenden Vereine zu erhalten. Zur Vermarktung des Saaletals gibt es einen Zusammenschluss von neun Gemeinden unter dem Verein Allianz Fränkisches Saaletal. Durch diesen Verein wird die Vermarktung und die Förderung des sanften Tourismus vorangebracht. Hier sollte aus meiner Sicht von den Gemeinden mehr investiert werden. Bezüglich ökologischer Nachhaltigkeit gilt es das Projekt Grüngitter des Landkreises zu unterstützen und die von dort angebotene professionelle Beratung als Gemeinde in Anspruch zu nehmen und umzusetzen, um die Artenvielfalt und Lebensräume zu erhalten und zu fördern.
Johannes Krumm ist 45 Jahre alt und verheirateter Vater von zwei Kindern. Beruflich arbeitet der gebürtige Untererthaler, der seit 2003 in Engenthal lebt, als Leiter der Qualitätssicherung bei einer Firma in Rimpar. Hobbies sind das Musikspielen (Trompete) und die Jagd. Johannes Krumm ist Jagdvorsteher, Feldgeschworener und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Engenthal.
Politische Karriere Johannes Krumm ist seit 2014 Ortssprecher von Engenthal, hat in dieser Eigenschaft auch erfolgreich am Bau des Dorfgemeinschaftshauses mitgewirkt. Um sich auf das Amt vorzubereiten, hat der 45-Jährige diverse Bürgermeisterseminare besucht. "Raus aus der Komfortzone", lautet der Leitspruch des parteilosen Kandidaten.
Inhalte Schlagworte im Wahlkampf von Johannes Krumm sind: Förderung des Vereinslebens und der Dorfgemeinschaft. Bürgerservice online verbessern. Dem Abwandern der jungen Bevölkerung in die Ballungszentren entgegenwirken. Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden. Nachhaltige Waldbewirtschaftung.