Im Sonderförderprogramm Digitalfunk wird der Kauf von Pagern und weiteren digitalen Alarmierungshilfen gefördert. Oerlenbach benötigt 58 Pager, wird sieben Sirenenanlagen modernisieren und weitere BOS-Sicherheitskarten kaufen. Das Paket kostet rund 33.000 Euro, dank der hohen Förderquote investiert die Gemeinde nur etwas über 6500 Euro in die neue Technik. Mit ihrer Zustimmung signalisierten die Ratsmitglieder, dass sie die Digitalisierung im Rettungswesen mittragen.

Weil die Freiwillige Feuerwehr in Ebenhausen nun neue Helme zur Verfügung hat, benötigen die Floriansjünger auch Helm-Lampen - die alten passen nicht. Die Sachlage stellte sich komplexer dar als im Antrag formuliert. Denn Oerlenbach hat auf ähnliche Anfragen in der Vergangenheit nicht einheitlich reagiert und Bürgermeister Nico Rogge wünschte sich einen Beschluss, der künftig als Richtschnur für genau diese Frage für alle Wehren im Gemeindegebiet gelten kann. Am Ende gab es eine Mehrheit von acht Stimmen (vier Neinstimmen) für die vollkommene Kostenübernahme der Helm-Lampen für Atemschutzträger. Rund 75 Euro kostet eine Helm-Leuchte, zwanzig hatten die Ebenhäuser in ihrem Schreiben beantragt. Andere Beschlussvorlagen wurden während der Diskussion erörtert, formuliert - vor der Abstimmung aber wieder zurückgezogen.

Mit diesem Bauantrag hatte die Verwaltung im Rathaus gerechnet: Ein Betrieb will sich in Oerlenbach am Kreisel erweitern und möchte in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Haus eine Abstell- und Lagerhalle errichten. Weil die geplante Halle länger als im Bebauungsplan vorgesehen ausfällt, genehmigte der Gemeinderat die Befreiung und den Bauantrag. Als sinnvoll betrachteten die Ratsmitglieder auch den Ausbau eines bestehenden Wohnhauses. In Rottershausen sollen künftig drei Familien unter einem Dach wohnen. Auch bei diesem Bauantrag bewilligte das Gremium den Bau und die notwendigen Befreiungen. In Eltingshausen kann ein Carport errichtet werden. Ohne Gegenstimme bewilligte der Gemeinderat den Bau, betonte aber, dass der Bauherr keinen Anspruch auf straßenbauliche Veränderungen besitze.

Weil Oerlenbach sich nicht betroffen fühlt von den Plänen der Stadt Bad Kissingen am "Prinzregentenpark", wird die Gemeinde keine Einwände geltend machen. Im Verfahren "frühzeitige Behördenbeteiligung" hatte Bad Kissingen Oerlenbach informiert.

Eine etwas komplexe Rechnung war notwendig, um herauszufinden, welchen Betrag aus der Gemeindekasse an den TSV Oerlenbach fließt. Der Sportverein saniert das Dach seines Sportheimes und taxiert die Kosten auf rund 20.000 Euro. Die Gemeinde bezuschusst aber nur den Anteil, der dem Sportbetrieb zugerechnet werden kann. Und davon gibt es dann zehn Prozent aus dem Gemeindesäckel. Am Ende der Kalkulation stand fest, dass der TSV mit rund 1350 Euro rechnen darf. Nichts erhält der TSV für den Spindelmäher, der angeschafft wird. Weil der Gemeinderat aber grundsätzlich keine Mäher oder ähnliche Maschinen bezuschusst, muss der Oerlenbacher Sportverein den Kauf selbst schultern. Diese Ablehnung konnten nicht alle Gemeinderäte mittragen: Es gab eine Gegenstimme.

Die Ruhebänke rund um den Ebenhäuser Forst erhalten neue Bretter. Von einem Privatmann spendiert, laden die Bänke seit Jahren zum Verweilen ein. Weil das Holz aber "Alterserscheinungen" bat der Sohn des Spenders die Gemeinde um die Übernahme der Materialkosten. Wie es ausschaut, gibt es jetzt eine Lösung aus dem Ortsteil selbst. Ratsmitglied Manfred Greubel zeigte sich zuversichtlich, einen Spender für das notwendige Holz zu finden.

In seinen Informationen berichtete Nico Rogge über einen Zuschuss der Jagdgenossenschaft für den Feldwegeausbau: 3500 Euro erhält die Gemeinde. Eine neue Beleuchtung gibt es im Gemeindesaal von Eltingshausen. Die alten Leuchten werden kostengünstig durch moderne LED-Technik ersetzt, rund 1500 Euro soll der Tausch kosten. Nicht nur, aber auch wegen Corona ist der Bauhof derzeit kaum in der Lage, alle Aufträge abzuarbeiten, die Bürgerbeteiligungsprojekte im Rahmen der Aktion "Silberner Wolf" müssen erst mal hinten anstehen, Arbeiten mit festen Terminen haben Vorrang.

Rund zwei Millionen Euro wird der Um- und Ausbau "Haus der Kirche/Gemeinde" in Bad Kissingen kosten; 650 Bürger aus den Oerlenbacher Gemeindeteilen gehören der evangelischen Kirche in der Bäderstadt an. Bei dem bewilligten Zuschuss orientiert sich Oerlenbach an bereits gegebene Zusagen von anderen Gemeinden und stellt der Kirche 6500 Euro für die Baumaßnahme zur Verfügung.